Pacific Coast Highway: Roadtrip

Pacific Coast Highway: Roadtrip von San Francisco nach Los Angeles

14.01.2018 | update 14.01.2018 | in Kalifornien | von | Dein Kommentar!

Die Tour entlang des Pacific Coast Highway von L.A. nach San Francisco ist eine der beliebtesten Roadtrip-Routen weltweit und sollte definitiv auf der Bucket List eines jeden Weltenbummlers stehen.

Diese Klippen-küssende Strecke führt etwa 740 km entlang der California State Route 1 und bietet spektakuläre Ausblicke sowie eine äußerst abwechslungsreiche Natur. In diesem Artikel gebe ich dir viele Tipps zur Route und verrate, welche Spots du auf keinen Fall verpassen solltest.

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Ich selbst bin diese Strecke auch gefahren, allerdings von Los Angeles nach San Francisco und von da an sogar noch weiter bis ganz in den Norden Kaliforniens. Wenn dich das auch interessiert, dann schau mal hier:

Roadtrip Kalifornien VW Bus in Santa MonicaUSA Westküste: Der ultimative Kalifornien Roadtrip (3 Wochen): Hier erfährst du alles über diesen Roadtrip: Welche Route ich gefahren bin, wie viel ein Roadtrip durch Kalifornien kostet und jede Menge Tipps.

Südlich von LA geht die California State Route auch weiter bis nach San Diego. Wo du letztlich lang fährst, hängt ganz von dir ab. In diesem Artikel beschreibe ich aber vor allem alles zwischen San Francisco und L.A.

Highlights entlang der Route

Roadtrip Kalifornien Bixby Creek Bridge

Vor allem die fantastische Küstenlandschaft wird dir auf diesem Roadtrip des Öfteren die Sprache verschlagen.

Folgende Highlights erwarten dich entlang der in diesem Artikel beschriebenen Strecke:

  • San Francisco
  • Der bei Surfern bekannte Mavericks-Beach
  • Das chillige Surferstädtchen Santa Cruz
  • die Artischocken-Hauptstadt der USA
  • Monterey mit dem größten Aquarium der Welt
  • Der 17 Mile Drive mit
    • der berühmten einsamen Zypresse
    • und weltberühmten Golfkursen
  • der inspirierende Strandort Carmel by the sea
  • Der fantastische Julia Pfeiffer Big Sur State Park mit
    • Wasserfällen am Strand,
    • riesigen Bäumen
    • und mächtigen Brückenkonstruktionen entlang der atemberaubenden Küste
  • Hearst Castle
  • Morro Bay
  • Eine Gasse voller Kaugummis
  • Das kitschige Madonna Inn Hotel
  • Die Dünen von Pismo Beach zum Buggy Fahren
  • Solvang – eine alte dänische Siedlung mit kitschigen Häusern
  • Die malerische Küstenstadt Santa Barbara
  • Ventura für Surfen
  • Malibu
  • Das Ghetty Center mit genialem Blick über L.A.
  • Coole Stadtteile wie Venice Beach oder Santa Monica in Los Angeles
TIPP:

Beste Reisezeit

Die Hauptreisezeit in Kalifornien geht von etwa Mai bis September. In dieser Zeit solltest du mit jeder Menge internationaler Touristen sowie Einheimischen rechnen. Entlang des Pacific Coast Highway gibt es dann oft kilometerlange Blech-Karawanen und auch Stau ist keine Seltenheit. Zudem sind Unterkünfte und Eintritte teurer. Auch über Ostern zum Spring Break ist das oft der Fall.

Rein klimatechnisch ist es im Sommer am wärmsten und die Regenwahrscheinlichkeit am geringsten. Aber auch im Frühling (April bis Mai) und Herbst (Oktober bis November) sind die Temperaturen noch recht angenehm.

Beachtet man den Wetter- und Touristenfaktor, dann empfehle ich eine Reise in diese Region im April oder im Oktober.

Beachte:

Das Wetter ist allgemein saisonabhängig und kann in einem Jahr komplett anders sein als im darauf folgenden. So gab es z.B. in den letzten 5 Jahren eine große Trockenheit, die zu einer kritischen Wasserknappheit im Süden des Bundesstaates führte. Mit dem letzten heftigen Winter (im Jahr 2017) ist diese aber vorbei und das Wasser fließt wieder. Allerdings in manchen Regionen mehr als man sich das wünschen würde.

So kam es immer wieder zu Überschwemmungen und Erdrutschen, auch entlang dieser Route, durch die manche Straßenabschnitte für Monate gesperrt werden mussten. Aber auch im Spätsommer und Herbst, wo das Wetter beständiger und sonniger ist, kann es zu Umweltkatastrophen kommen, vor allem Waldbrände, wie etwa der sehr große Brand im Herbst 2017 in der Region um Los Angeles.

Theoretisch kannst du die Strecke in 4-5 Tagen abfahren. Wenn du genug Zeit hast, plane aber mehr dafür ein. So kannst du z.B. auch etwas länger an den fantastischen Strandorten bleiben.

Visum für die USA

Die Einreise in die USA als Deutscher, Österreicher oder Schweizer ist relativ leicht. Du darfst als Tourist für maximal 90 Tage bleiben und musst dafür über das ESTA (Electronic System for Travel Authorization) ein Visum beantragen.

Das kannst du ganz einfach online unter https://esta.cbp.dhs.gov/esta/ selbst machen.

Auf der Website kannst du eine neue Bewerbung einreichen (indem du ein Online-Formular ausfüllst) oder den Status deiner aktuellen Bewerbung überprüfen. Das Visum kostet nur 14 US-Dollar.

Routenempfehlung für den Pacific Coast Highway

Die nachfolgende Route ist nur eine Empfehlung. Du kannst sie, je nach deinen Interessen und auch wie viel Zeit du hast, beliebig anpassen.

Pacific Coast Highway Route

Alle im Artikel erwähnten Stopps findest du auch hier auf der Karte.

Karte im Vollbild

Pacific Coast Highway in welche Richtung? Von San Francisco bis LA oder von LA bis San Francisco?

Zu beginn fragst du dich vielleicht, in welche Richtung du diese Route am besten fährst? Grundsätzlich ist das nicht so wichtig. In beide Richtungen ist die Strecke super und es gibt genug Möglichkeiten um entlang der Straße anzuhalten.

Nur sind wahrscheinlich die Flüge nach Los Angeles wesentlich günstiger. Wenn du dein Budget nicht so sehr belasten willst, dann solltest du das auf jeden Fall berücksichtigen, denn ein Roadtrip in Kalifornien ist alles andere als günstig.

Am besten du benutzt für die Flugsuche Meta-Suchmaschinen wie Skyscanner. Schau mal hier:

In diesem Artikel beschreibe ich aber die Strecke von Nord nach Süd: Von San Francisco bis Los Angeles,

San Francisco bis Monterey

San Francisco

Zunächst einmal solltest du dir, falls du das noch nicht geplant hast, auf jeden Fall auch etwas Zeit für die Stadt selbst nehmen. 3 Tage sind mindestens Pflicht, denn es gibt hier einiges zu entdecken.

Kalifornien Roadtrip: San Francisco Twin Peaks

San Francisco bei Nacht: Ausblick von den Twin Peaks.

Ich empfehle dir, zumindest die nachfolgenden Highlights einzuplanen:

  • Steige auf den Coit Tower und bestaune die Nebelschwaden über der Stadt und die Golden Gate Bridge.
  • Sauge den nächtlichen Ausblick von den Twin Peaks auf.
  • Schlendere durch das Hippie-Viertel Haight-Ashbury.
  • Besuche den Palace of Fine Arts.
  • Erlebe die Gefängnisinsel Alcatraz.
  • Spaziere durch Chinatown.
  • Schaue dir die typischen Cable Cars entlang neben Lombard Street an.
  • Mache ein Foto von den Painted Ladies.
Kalifornien Roadtrip: San Francisco Blick auf Golden Gate Bridge vom Coit Tower

Magisch bei Nebel: Der Blick auf die Golden Gate Bridge vom Coit Tower aus.

Also nächstes fährst du entweder direkt den Highway an der Küste entlang zum nächsten Ort, oder machst noch einen Abstecher zum Silicon Valley.

Letzteres ist für Nerds auf jeden Fall ein Muss.

Tipps Silicon Valley Kalifornien8 nerdige Attraktionen im Silicon Valley, die du dir anschauen musst: In diesem Artikel verrate ich, was du dir im Silicon Valley auf jeden Fall anschauen musst.

El Granada – beschaulicher Fischerort mit Riesenwellen

Der erste Stopp der Route führt entlang der Küste ins beschauliche El Granada. Hier stammen die Erfinder der GoPro her und am Mavericks Beach kannst du ein paar der größten Wellen der Welt bewundern (allerdings nur im Winter). Hier wurde auch der Surfer-Film Chasing Mavericks gedreht.

Mavericks Beach El Granada am Pacific Coast Highway

Im Frühjahr und Sommer ist der Mavericks Beach noch recht harmlos…

Mavericks Beach Angler

… Im Winter könnte hier niemand entspannt angeln.

Auf dem Weg nach El Granada solltest du zudem einen kurzen Zwischenstopp an den mit bunten Grafitti bemalten Devil’s Slide Bunkern machen. Von hier hast du auch schon mal einen ersten super Blick über die Küste.

Pacific Coast Highway: Devils Slide Bunker

Die Devil’s Slide Bunker sind ein spannendes Foto-Motiv.

Santa Cruz – „Surf City USA“

Wenn du Surfen magst, dann wirst du das Küstenstädtchen Santa Cruz lieben. Ich selbst fand es einen der coolsten Spots entlang dieser Route. Hier wurde 1885 zum ersten mal in Kalifornien gesurft. Entlang des West-Cliff-Drive finden auch heute noch viele internationale Surf-Wettbewerbe statt.

Santa Cruz Strand Sonnenuntergang

Santa Cruz wird von einer entspannten Atmosphäre durchströmt.

Schaue dir hier auf jeden Fall das Santa Cruz Surfing Museum an und beobachte gleich nebenan die Surfer in der Steamer Lane – oder hole dein eigenes Board raus und stürze dich selbst in die Wellen. Es gibt auch Stellen für Anfänger. (Cowell’s oder Capitola). Wenn du das Surfen an diesem historischen Ort lernen möchtest, stehen dir dafür auch einige Surfschulen bereit, wie etwa Club Ed Surf School.

Surfer versuchen sich in den Wellen der Steamer Lane Surfspot in Santa Cruz.

Surfer versuchen sich in den Wellen der Steamer Lane.

Surf Museum in Santa Cruz am Pacific Coast Highway

Direkt daneben steht das Surf Museum.

Abends hängen die ganzen Surfer dann in den Bars und Pubs am Strand entlang ab, wie z.B. der Jack O’Neill Lounge.

Bekannt ist Santa Cruz auch für den Santa Cruz Beach Boardwalk – Kaliforniens ältester Freizeitpark (Seit 1907). Du kannst hier einmal entlang schlendern, ein Eis essen, mit der Achterbahn fahren oder etwas Kleingeld in der Arcade-Halle nebenan verzocken.

Roadtrip Kalifornien Santa Cruz Beach Boardwalk

Der Santa Cruz Beach Boardwalk.

Achterbahn am Santa Cruz Beach Boardwalk

Die Holzachterbahn Giant Dipper. Eine Fahrt kostet 7$.

Castroville – Artischocken-Hauptstadt der USA

Südlich von Santa Cruz gibt es eigentlich nicht so viel zu sehen. Denn du fährst hier durch eine riesige Farm-Gegend. Vor allem Artischocken werden hier angebaut, weshalb der Stadt Castroville der Name Artischocken-Hauptstadt der USA verliehen wurde.

Was ich cool fand, waren die vielen Gemüseläden entlang des Weges, in denen du Obst und Gemüse für amerikanische Verhältnisse sehr billig ergattern kannst, auch Artischocken natürlich.

Gemüseladen am Pacific Coast Highway in der Nähe von Castroville

In solchen Gemüseläden am Straßenrand kannst du dir günstig Proviant für unterwegs kaufen.

Wenn du unterwegs Hunger bekommst, solltest du auch einen Zwischenstopp in Moss Landing machen. In Phil’s Fish Market bekommst du frische Meeresfrüchte und Fisch. Dieses Restaurant wurde mir von Einheimischen empfohlen und du findest es in keinem Reiseführer.

Roadtrip Kalifornien Phil's Fish Market

Geheimtipp von Einheimischen: Phil’s Fish Market & Eatery.

In Moss Landing kannst du auch Bootstouren buchen, bei denen du viel vom Wildleben in der Region mitbekommst. Vor allem Otter, aber auch Robben und jede Menge Vögel gibt es dabei zu sehen. Wenn du etwas mehr Lust auf Abenteuer hast, dann entdecke die Gegend selbst, mit dem Kayak. Für 35$ gibt es Single Kayaks und für 55$ Doppelkayaks bei Kayak Connection. Auch Touren sind buchbar.

Monterey – Das größte Aquarium der Welt

Eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Monterey ist das Monterey Bay Aquarium. Es ist eines der größten weltweit und kostet 50$ Eintritt pro Erwachsenen. Du brauchst aber schon mindestens einen halben Tag für das Aquarium. Es gibt aber genug dort zu sehen, um auch einen ganzen Tag zu füllen.

In Monterey beginnt zudem der berühmte und bei Touristen sehr beliebte 17 Mile Drive.

Auch viele Walbeobachtungstouren starten von Monterey aus. Es gibt in der Region, je nach Jahreszeit, verschiedenste Wal-Arten zu bestaunen. Ein Anbieter für Boots-Touren ist zum Beispiel montereywhalewatching.com.

17 Mile Drive

Der 17 Mile Drive ist eine bei Touristen sehr beliebte Route zwischen Monterey und Carmel by the Sea. Er windet sich 17 Meilen entlang der Küste und durch Wälder, vorbei and Golfplätzen und pompösen Villen und bietet jede Menge spektakuläre Ausblicke. Um diese private Mautstraße zu befahren musst du allerdings 10,25$ Eintritt zahlen.

Pacific Coast Highway: Golfer am 17 Mile Drive

Diese Art von Küste erwartet dich entlang des 17 Mile Drive.

Der Duft frischer Pinien strömt in meine Nase. Eine leichte Meeresbrise weht sanft über meine Haut. Das angenehm monotone Rauschen der Wellen wird nur durch gelegentliches Vogelgezwitscher unterbrochen. In der Ferne erkenne ich die atemberaubende Bucht von Carmel. Und davor hat es sich eine einsame Zypresse auf den schroffen Felsen bequem gemacht. Sie wurzelt da schon seit 250 Jahren. Die Zeit scheint an diesem Ort still zu stehen.aus meinen Reisenotizen

Pacific Coast Highway: Lone Cypress am 17 Mile Drive

Ziemlich einsam steht sie da, die Zypresse.

Eine Karte von der Strecke findest du hier.

Als ich den Weg entlang fuhr, hatte ich das Gefühl, das wirklich jeder Stein und Baum als ein einzigartiges Highlight auserkoren wurde. Das ist etwas übertrieben. Es gibt aber ein paar ganz besondere Orte entlang des Weges.

  • So etwa „The Lone Cypress“ – Eine Zypresse, die hier schon 250 Jahre steht.
  • The Spanish Bay ist bekannt für den Dudelsack-Spieler, der den Touristen abends zum Sonnenuntergang ein paar Volkslieder spielt.
  • Am Bird Rock wirst du sehr wahrscheinlich die vielen Seelöwen beobachten können, die sich hier in der Sonne räkeln.
  • Auch eines der spektakulärsten Golfplatz-Löcher befindet sich entlang des 17 Mile Drive. Das 18. Loch am Pebbles Beach windet sich entlang der rauhen kalifornischen Küste. Direkt daneben solltest du auch einmal in der Pebbles Beach Lodge vorbei schauen. Von hier hast du einen fantastischen Blick über die Anlage und aufs Meer.
Pacific Coast Highway: Robben sonnen sich am Bird Rock

Die Robben sonnen sich am Bird Rock.

Pacific Coast Highway: Pebbles Beach Lodge

Von der Pebbles Beach Lodge hast du den perfekten Ausblick.

Pacific Coast Highway: Pebbles Beach Golfplatz

Bei stärkerem Wellengang wird es sehr dramatisch am Loch 18 des Pebbles Beach Golfplatz.

Carmel by the Sea

Am Ende des 17-Mile-Drive erreichst du die herrliche Küstenstadt Carmel by the Sea. Von diesem kleinen Örtchen war ich von Anfang an fasziniert. Der schneeweiße Sandstrand, die engen, mit Baumalleen umrahmten Straßen, die vielen idyllischen Gallerien und Cafés – es stimmt hier einfach alles.

Pacific Coast Highway: Carmel by the sea Strand

Super schön: Der Strand von Carmel.

Carmel ist einfach ein inspirierender Ort, was auch schon weltberühmte Schriftsteller wie Ernest Hemingway oder John Steinbeck wussten, die hier einige Zeit lebten. Auch viele Künstler und Promis besitzen Anwesen in Carmel.

Es gibt hier eigentlich keine einzelne Sehenswürdigkeit, sondern das Schlendern durch die Stadt selbst, z.B. entlang der Ocean Avenue oder der Scenic Road, ist ein Erlebnis.

Auf jeden Fall solltest du einen Spaziergang am Carmel Beach machen, oder etwas weiter südlich am Carmel River State Beach. Auch die spanische Mission San Carlos Borromeo de Carmelo ist einen Besuch wert.

Pacific Coast Highway: Straße in Carmel by the sea

So sieht es in der ganzen Stadt aus.

Eine besonders schöne Stelle, die du in keinem Reiseführer findest, liegt in den Carmel Highlands. Hier kannst du einfach mal anhalten und ein Picknick machen mit fantastischen Ausblick auf die Küste (Ich habe die Stelle auf der Karte notiert).

Big Sur

Der nächste Streckenabschnitt ist meiner Meinung nach der schönste entlang der ganzen Route. Der als Big Sur bezeichnete Küstenstreifen führt durch den Pfeiffer Big Sur State Park und den Julia Pfeiffer Burns State Park und bietet jede Menge Natur und atemberaubender Ausblicke.

Die Region bietet viele Wanderungen und du könntest dich Tage lang hier aufhalten und hättest noch nicht mal ansatzweise alles gesehen. Ich empfehle dir auf jeden Fall mindestens 2 Tage zu bleiben und die Gegend etwas genauer zu erkunden.

Los geht es von Norden kommend mit der Bixby Creek Bridge. Direkt an der Brücke, aber auch weiter entfernt, gibt es immer wieder Haltestellen um Fotos zu machen. Du kannst auch unter die Brücke laufen. Tipp: Die erste Brücke, die du auf dieser Strecke siehst ist nicht die Bixby Creek Bridge sondern die Rocky Creek Bridge. Doch auch hier lohnt sich ein kurzer Stopp für Fotos.

Pacific Coast Highway: Bixby Bridge

Die Bixby Creek Bridge mit herrlichem Blick auf die raue Küste.

Point Sur ist ein eigenartiges geologisches Konstrukt. Schon von Weitem kannst du diesen Koloss, der wie eine Insel aussieht, aber keine ist, entdecken.

Pacific Coast Highway: Point Sur

Über eine schmale Sandbank kannst du den Point Sur auch zu Fuß erreichen.

Der Pfeiffer Beach ist zwar zu gefährlich zum Schwimmen, aber er ist berühmt für seine besondere Felsformation mit Höhle und seinen bei Regen lila leuchtenden Sand. Diese Farbe kommt von den abgewaschenen Granat-Felsen oberhalb des Strandes. Der Zugang zum Strand kostet 10$.

Wunderschönes Fotomotiv zum Sonnenuntergang: Der Pfeiffer Beach. Photo credit: Visualvalhalla on VisualHunt.com / CC BY-ND

Wenn du die riesigen Redwood-Bäume sehen willst, aber keine Zeit hast bis ganz in den Norden Kaliforniens zu den größten Wäldern zu fahren, dann solltest du etwas durch den Pfeiffer Big Sur State Park wandern. Hier gibt es ein paar kleinere Wanderwege, die dich vorbei an den mächtigen Baum-Kolossen führen, z.B. den Ewoldsen Trail, oder den Pfeiffer Falls Trailhead.

Wenn du deine Freunde auf Instagram beeindrucken willst, solltest du definitiv zu den McWay Falls wandern, um dort ein Foto zu machen. Vom Parkplatz an der Straße führt ein recht entspannter 2 km langer Rundweg zu diesem Wasserfall, der je nach Gezeiten direkt ins Meer oder den Strand mündet.

Die Mc Way Falls am Pacific Coast Highway

Die pitoresken McWay Falls im Julia Pfeiffer Nationalpark. Photo credit: huskyte77 on VisualHunt / CC BY-ND

Ragged Point ist ein kurzer Zwischenstopp auf dem weiteren Weg Richtung Süden. Es gibt hier eine Lodge und eine Tankstelle.

Das letzte Highlight entlang dieses Streckenabschnitts ist das pompöse Hearst Castle. Dieses in den 1920er Jahren von William Randolph Hearst erbaute schloßartige Anwesen will irgendwie nicht zum Rest der Gegend gehören. Es bietet aber neben einer interessanten, fast schon kitschigen Architektur aus verschiedensten Stilen auch einen tollen Blick auf den Pazifik.

Pacific Coast Highway: Hearst Castle von Weitem

Fast schon Kitsch: Das Hearst Castle.

Big Sur bis Pismo Beach

Morro Bay

Weiter geht es südlich nach Morro Bay. Dieser Ort ist bekannt für den riesigen Felsbrocken, der vor der Küste thront – der Morro Rock.

Morro Rock in der Morro Bay am Pacific Coast Highway

Der Morro Rock aus der Ferne.

Im Ort selbst gibt es viele Restaurants. Bestelle dir in einem der Läden entlang der Embarcadero Straße Fish&Chips und genieße den Ausblick.

San Louis Obispo

Etwas weniger als eine halbe Autostunde von Morro Bay entfernt, liegt San Louis Obispo. Auch hier solltest du zumindest einen Zwischenstopp einlegen. Es gibt hier einige äußerst kuriose Sehenswürdigkeiten, allen voran die skurrile Bubble Gum Alley. Diese schmale Gasse wurde komplett mit Kaugummis zugeklebt und jeden Tag kommen neue hinzu. Vor der Gasse stehen sogar Kaugummi-Verkäufer.

Roadtrip Kalifornien Bubblegum Alley

Eklig: Die Bubble Gum Alley. Beim Durchlaufen solltest du dir besser die Nase zuhalten.

Etwas außerhalb der Stadt liegt zudem das kitschige und deshalb interessante Madonna Inn Hotel. Es besteht aus einer kuriosen Mischung aus Stilelementen und bunten Farben.

Roadtrip Kalifornien Madonna Inn

Herrlich kitschig: Im Gold Rush Dining Room überwiegt Pink.

Du kannst einfach ins Hotel gehen und dir die Gemeinschaftsräume kostenlos anschauen. Es gibt sogar einen Souvenirladen.

Wenn du aber die einmaligen Gästezimmer sehen willst, dann musst du zumindest für eine Nacht buchen. Das ist auf jeden Fall ein besonderes Erlebnis, denn du hast die Qual der Wahl zwischen verschiedensten Themenzimmern, von Hawaii über Rocky Mountains bis hin zum Safari Room.

Hier kannst du Zimmer im Madonna Inn buchen.

Pismo Beach

Weiter geht es nach Pismo Beach. Dieser Ort wird von Touristen eher weniger beachtet. Dabei gibt es hier Einiges zu entdecken.

Da wäre z.B. der Heritage Square Park, in dem dutzende Gockel umher rennen. Die wurden hier im Laufe der Jahre von Einheimischen ausgesetzt und sind mittlerweile so etwas wie eine Art Touristenattraktion geworden. Neben dem Park gibt es auch guten Kaffee im Café Andreini.

Roadtrip Kalifornien Gockel in Pismo Beach

Verrückt: Einheimische setzen in diesem Park Gockel aus.

Die Haupt-Sehenswürdigkeit von Pismo Beach ist aber das mit riesigen Sanddünen durchzogene Oceano Dunes Natural Preserve. Hier kannst du dir einen kleinen Adrenalin-Kick holen, beim Herumfahren mit einem ATV. Das Düsen über die Dünen macht jede Menge Spaß und kostet 80$ für 2 Stunden, z.B. beim Anbieter Arnie’s ATV rentals.

Roadtrip Kalifornien Mit dem ATV über die Dünen von Pismo Beach

„Wir sind die Coolsten wenn wir cruisen, wenn wir durch die Dünen düsen.“

Pismo Beach bis Los Angeles

Solvang

Der kleine Ort Solvang geht auf dänische Siedler zurück, die sich hier Anfang des 20. Jahrhunderts niederließen. Heute ist Solvang eine interessante Mischung aus dänischen Traditionen und amerkikanischem Kitsch. So stehen hier etwa überall Windmühlen herum und du kannst in den kleinen Läden Dänische Spezialitäten kaufen. Das Ganze hat ein bisschen was von Hollywood-Kulisse, aber mit dem echten Dänemark hat das nicht mehr wirklich viel zu tun. Trotzdem lohnt sich der Abstecher nach Solvang.

Roadtrip Kalifornien Solvang dänische Windmühle

Dänische Läden und sogar Windmühlen erwarten dich in Solvang.

Dänischer Laden in Solvang

Wie wäre es mit dänischen Kleidchen als Souvenir?

Santa Barbara

Santa Barbara ist einer der idyllischsten, kleinen Orte entlang des Pacific Coast Highways. Die Stadt ist geprägt von ihrer spanischen Bauweise mit den roten Ziegeldächern und weißen Häuserwänden. Es herrscht hier fast schon ein mediterranes Ambiente.

Pacific Coast Highway: Blick über die roten Ziegeldächer von Santa Barbara

Fast wie in Andalusien: Das mediterrane Flair von Santa Barbara.

In Santa Barbara solltest du auf jeden Fall zumindest auf den Aussichtsturm des Santa Barbara County Courthouse gehen. Der Eintritt ist kostenlos. Aber achte darauf, dass unter der Woche nur bis 17:00 Uhr und am Wochenende nur bis 16:30 Uhr geöffnet ist.

Roadtrip Kalifornien Santa Barbara Clock Tower im Courthouse

Vom Clock Tower des Gerichtsgebäudes hast du eine tolle Aussicht auf die gesamte Umgebung Santa Barbaras.

Wenn du genug Zeit hast, dann besuche auch noch die Stearns Wharf und spaziere etwas entlang der Promenade.

Im Norden der Stadt liegt der Santa Barbara Botanic Garden, in dem viele Pflanzen aus ganz Kalifornien auf kleinem Raum wachsen.

Auf einem Hügel liegt die Mission Santa Barbara. Sie wurde bereits 1786 errichtet und ist allein wegen des Ausblicks einen Besuch wert.

Mission Santa Barbara aus der Distanz

Schon allein die malerische Lage der doppeltürmigen Mission Santa Barbara ist einmalig.

Ventura

Das gechillte Ventura ist vor allem bekannt für seine Surfspots, z.B. den Rincon Point oder auch Spots für Anfänger am Ventura Pier. Es gibt in der ganzen Stadt Surf-Shops und Surf-Schulen. Du kannst hier Boards, aber auch Kayaks und Stand-up Paddle Equipment ausleihen oder Surfkurse buchen.

Surfer am Ventura Pier am Pacific Coast Highway

Am Pier von Ventura lässt es sich gut Surfen. Photo credit: Harold Litwiler, Poppy Big Oak Photography on VisualHunt / CC BY

Malibu

Der Malibu Beach ist spätestens seit Baywatch weltberühmt. Ich selbst fand den Strand relativ unspektakulär. Ein kurzer Zwischenstopp hatte mir deshalb gereicht.

Den schönsten Strandabschnitt findest du am Point Dume in Malibu.

Getty Center

Auch ein bisschen Kultur darf auf diesem Roadtrip nicht fehlen. Dafür empfehle ich dir einen Besuch im Getty Center, das vor den Toren von Los Angeles steht. Dieses Museum ist extrem gut und bietet dir dazu noch einen fantastischen Blick über die gesamte Stadt.

Roadtrip Kalifornien Getty Center Los Angeles

Fantastischer Ausblick vom Getty Center über L.A.

Von hier aus kannst du einen guten Eindruck gewinnen, wie riesig L.A. in Wirklichkeit ist. Selbst an klaren Tagen wirst du die Wolkenkratzer im Zentrum der Stadt nur verschwommen am Horizont erkennen können.

Santa Monica und Venice Beach

Der letzte Abschnitt der Strecke ist L.A. Wenn du dir die Stadt der Engel anschauen willst, solltest du dir mindestens 3 Tage Zeit nehmen. Denn um in L.A. von einer zur nächsten Sehenswürdigkeit zu kommen, fährst du schon mal eine Stunde mit dem Auto.

Stattdessen kannst du dir, so wie ich, aber auch einzelne Stadtteile im Detail ansehen. Besonders schön sind Santa Monica und Venice. In beiden hatte ich jeweils eine Übernachtung und habe mir am Abend vorher und am Vormittag des nächsten Tages die Highlights angeschaut.

Santa Monica

Santa Monica zählt eigentlich gar nicht als Stadtteil Los Angeles. Es ist eine eigene kleine Küstenstadt am Stadtrand mit wunderschönen Sandstränden, an denen du gut entspannen kannst.

Einfach fantastisch: Die abendliche Atmosphäre am Strand von Santa Monica.

Du solltest hier auf jeden Fall dem hölzernen Santa Monica Pier – die Hauptattraktion der Stadt – einen Besuch abstatten. Es gibt jede Menge Fahrgeschäfte, Cafés, Souvenirläden und Fressbuden.

Der Santa Monica Pier

Ganz schön was los am Santa Monica Pier

Eine etwas andere Sehenswürdigkeit sind die Santa Monica Stairs. Diese engen Treppen auf einem Hügel werden von Fitnessfreaks und angehenden Stars als Workout-Platz genutzt. Wenn du dich fit halten willst, kannst du auch selbst ein paar Runden drehen ;)

Venice

Venice ist einer der hippen Stadtteile von L.A. Es ist die Heimat vieler Künstler und Kreativer. Überall findest du Streetart an den Wänden und auch zahlreiche Serien und Filme wurden hier bereits gedreht.

Am bekanntesten ist der Venice Beach Boardwalk, an dem die ausgefallensten Leute, Lebenskünstler und Aussteiger herumlaufen.

Venice Beach Boardwalk

Am Venice Beach Boardwalk erwarten dich viele coole Shops, seltsame Einwohner und eine entspannte Atmosphäre.

Direkt daneben liegt der Muscle Beach. Hier steht das berühmte Fitnesscenter, in dem Arnold Schwarzenegger seine Karriere startete und wo er auch noch regelmäßig trainiert.

Besonders cool fand ich es, die Venice Canals entlang zu spazieren. Es ist ein bisschen wie ein modernes Venedig mit über Kanälen führenden Brücken und einigen äußerst schönen und teils extravaganten Häusern, die sich Normalsterbliche wahrscheinlich nie leisten können.

Venice Beach Canals

Die Kanäle von Venice Beach.


Planst du auch ein Roadtrip entlang des Pacific Coast Highways oder hast ihn selbst schon gemacht und noch ein paar gute Tipps auf Lager? Dann schreibe mir einen Kommentar.

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