Lissabon Tipps & Sehenswürdigkeiten

Lissabon Tipps – 18 Highlights, die du unbedingt erleben musst

11.03.2018 | update 11.03.2018 | in Lissabon, Portugal, Stadt | von | Dein Kommentar!

Die sich am Ufer des Flusses Tejo entlang windende Stadt Lissabon, ist für mich die Stadt der Städte in Portugal und eine der schönsten in ganz Europa. Das liegt an der atemberaubenden Architektur und der elektrisierenden Kultur der Stadt aber auch an der Stimmung der Menschen in den Hostels, Restaurants oder abends beim Feiern im Bairro Alto. In diesem Artikel findest du jede Menge Lissabon Tipps – Die Highlights aber auch Insider-Empfehlungen, die ich von Einheimischen bekommen habe.

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Lissabon ist sehr abwechslungsreich und bietet auf recht kleinem Raum jede Menge zu sehen. Doch verschaffe dir zunächst einen ersten Eindruck von Lissabons Charme, in folgendem kurzen Video:

Die spannende Geschichte Lissabons

Die Hauptstadt Portugals ist mit ihren ca. 550.000 Einwohnern eigentlich eine recht kleine europäische Hauptstadt. Zum Vergleich: Düsseldorf hat mehr Einwohner. Trotzdem tobt das Leben in Lissabon, dass schon vor etwa 3.000 Jahren als eine phönizische Siedlung entstand. Es war aber auch Herrschaftsgebiet der Griechen und Römer, bis schließlich die Mauren ab dem 7. Jahrhundert die Stadt für über 400 Jahre besetzt hielten ehe sie von den Christen Mitte des 12. Jahrhunderts zurückerobert wurde. 1256 wurde Lissabon die Hauptstadt des portugiesischen Reiches. Davor war es Coimbra.

Im 15. und 16. Jahrhundert boomte Lissabon, nachdem der berühmte Vasco da Gama den Seeweg nach Indien entdeckte (1497 bis 1499). Durch den Handel von Gold, Gewürzen und Seide mit Brasilien konnte sich Lissabon bis ins 18. Jahrhundert hinein seinen Wohlstand bewahren bis die Stadt im Jahr 1755 durch mehrere schwere Erdbeben inklusive Tsunami und einem großen Feuer zum Großteil bis auf die Grundmauern zerstört wurde. Danach begann der Wiederaufbau in einem recht simplen aber erdbebensicheren Stil, der heute teilweise das Stadtbild prägt.

Tauben am prace luis de camoes

Ein paar Tauben hängen am Praca Luis de Camoes ab.

Lissabons wichtigste Stadtteile

Die verschiedenen Stadtteile in Lissabon sind sehr unterschiedlich in ihrer Architektur und vom Aufbau her. Jeder Teil wirkt wie eine eigene kleine Stadt. Deshalb ist Lissabon für mich auch die Stadt der vielen Gesichter.

  • Das Zentrum bildet die „Unterstadt“ Baixa mit ihren vielen Einkaufsmöglichkeiten, Geschäften und Plätzen.
  • Östlich davon liegt die Altstadt (Alfama) mit zahlreichen Miradouros und dem Castelo im Zentrum. Die Alfama mit ihren engen, kurvigen Gassen und steilen Anstiegen ist eins der ursprünglichsten Stadtteile, da es das große Erdbeben von 1755 gut überstand. Die Wege verkreuzen sich zu einem regelrechten Labyrinth, in dem du dich auch schnell verlaufen kannst. Aber gerade das macht das besondere an Alfama aus.
  • Im Gegensatz dazu wirkt das westlich der Baixa auf einem Hügel gelegene Chiado viel moderner und eleganter. Beim Erdbeben wurde es fast vollständig zerstört und musste komplett neu aufgebaut werden. Die Straßen hier wurden symmetrisch angeordnet.
  • Nördlich von Chiado liegt auf einem weiteren Hügel die „Oberstadt“ Bairro Alto. Hier tobt das Nachtleben. Zahlreiche Bars, Restaurants, Clubs, Pubs und Cafés zieren die Gassen. Wer in Lissabon feiern will, muss nach Bairro Alto.
  • Etwa 6 Kilometer westlich der Baixa liegt Belém, auch ein sehr bekanntes Stadtteil, das du bei einem Besuch Lissabons aufgrund der zahlreichen Wahrzeichen nicht auslassen solltest.
Alfama, die Altstadt Lissabons, von oben

Die sich an der Burg entlang windende Altstadt Lissabons.

Tipp: Mit der Viva viagem Card kannst du in ganz Lissabon die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen. Du kannst die Karte an verschiedenen Ticket-Schaltern kaufen und an Automaten in der Stadt aufladen.

Beste Reisezeit für Lissabon

Lissabon ist natürlich am schönsten und wärmsten im Sommer, wo auch am meisten los ist. Aber es ist eine dieser Städte in Europa, in die du eigentlich das ganze Jahr über reisen kannst. Auch im Winter, wenn es in Deutschland noch schneit, sind es in Lissabon angenehme 8 – 15 Grad. Schnee und Frost sind extrem selten. Mit 15 Regentagen pro Monat hast du zwar ein gewisses Risiko, aber die Wahrscheinlichkeit, dass du zumindest etwas Sonne tanken kannst, ist wesentlich höher als in Deutschland.

Am besten ist September. Dann ist es nicht mehr so heiß, aber immer noch warm genug um ins Wasser zu gehen, und der große Touristenansturm ist schon vorbei.

Lissabon Tipps

All nachfolgenden Lissabon Highlights, findest du auch hier auf der Karte:

Karte im Vollbild.

1. Verschaffe dir einen Eindruck von Lissabon an den vielen Miradouros

Miradouro ist portugiesisch für „toller Blick“. Solche Orte gibt es in Lissabon einige, denn die Stadt liegt auf insgesamt sieben größeren Hügeln. Bei einem Spaziergang lassen sich viele dieser Punkte ansteuern. Du erkennst diese romantischen Stellen an den sich aufgereihten, öffentlichen Ferngläsern. Oftmals gibt es auch kleine Cafés und Gärten in der Nähe. Hier ist eine kleine Auswahl an Miradouros in Lissabon:

Miradouro de Santa Luzia

Von dieser mit Weinreben überdachten Plattform aus, hast du einen super Blick auf den Tejo und die Uferpromenade Lissabons. Im Sommer tummeln sich hier etliche Maler, was natürlich ein eindeutiges Zeichen für die malerische Aussicht an diesem Ort ist.

Lissabon Tipps: Miradouro de Santa Luzia Blick auf das Meer von der Terrasse aus

Im Sommer tummeln sich hier viele Maler und Gitarrenspieler.

Miradouro de Santa Luzia in Lissabon mit Blick aufs Meer im Winter

Der Miradouro de Santa Luzia ist auch im Winter fantastisch.

Miradouro da Graça

Etwas nördlich vom Castelo befindet sich dieser Ausblick auf die Altstadt. Im Hintergrund siehst du die berühmte Brücke „Ponte“. Außerdem gibt es hier ein kleines Kiosk.

Leute sitzen auf den Bänken neben dem Kiosk am Miradouro da graca

Am Miradouro da Graca entspannst du bei einem Kaffee mit Blick über die Stadt.

Sonnenuntergang am Miradouro da graca in Lissabon

Erlebe vor allem die Sonnenuntergänge an den Miradouros.

Miradouro de Nossa Senhora do Monte

Das ist einer der höchsten Aussichtspunkt Lissabons, von dem aus du quasi die ganze Stadt überblicken kannst.

Höchster Aussichtspunkt in Lissabon miradouro de Nossa Senhora do Monte mit Blick über Stadt

Miradouro de São Pedro de Alcântara

Dieser Aussichtspunkt ist einer der größten und bekanntesten in Lissabon. Hier spielen oft Straßenmusiker. Im hinteren Teil gibt es eine Terrasse mit Kiosk.

Miradouro de São Pedro de Alcantara mit Blick über Lissabon aufs Meer

Ein fantastischer Ausblick erwartet dich auch am Miradouro de São Pedro de Alcantara. (c) _Pek_ on VisualHunt / CC BY-SA

Miradouro do Jardim do Torel

Einer der schönsten aber eher weniger bekannten Aussichtspunkte liegt im Jardim do Torel. Neben dem kleinen Park gibt es auch einen Swimmingpool, der im Sommer viele Einheimische anzieht.

Blick aufs Meer vom Jardim do Torel in Lissabon

Vom Aussichtspunkt am Jardim do Torel kannst du bis zum Meer schauen und erkennst sogar noch die Arco da Rua Augusta am Praça do Comércio.

Eine Auflistung mit weiteren Miradouros gibt es auf der Website von golisbon.com.

2. Entdecke die Stadt mit der Tram 28

Tragen dich die Füße nicht mehr, so solltest du einfach in die Tram 28 einsteigen, die durch viele Stadtteile fährt und dabei an einigen Sehenswürdigkeiten vorbei kommt. Die Fahrt von Martim Moniz bis Campo Ourique dauert etwa 40 Minuten. Die traditionellen, gelben Trambahnen müssen sich teilweise durch enge Gassen hindurchkämpfen und steile Berge erklimmen. Hin und wieder hängt auch mal der ein oder andere Lissaboner außen dran. Diese Bahnen sind so typisch für das Stadtbild Lissabons, dass sie selbst als Sehenswürdigkeit zählen.

Tram 28 in Lissabon

Typisch Lissabon: Die historischen gelben Tramwagen.

3. Schaue dir an wie die Mönche einst lebten im historischen Mosteiro dos Jerónimos

Dieses imposante Kloster steht im Stadtteil Belém. Das Gebäude wurde von Manuel I. in Auftrag gegeben und zählt als das bedeutendste Gebäude im manuelinischen Stil, der nur in Portugal im frühen 16. Jahrhundert auftrat. Geprägt ist dieser Stil von seinen orientalischen Einflüssen und der aufwendigen Verarbeitung von viel Gold und Edelsteinen. Zu dieser Zeit war Portugal durch die Entdeckung des Seeweges nach Indien und dem Handel sehr reich.

Besonders beeindruckend fand ich den wie ein Pentagon aufgebauten Innenhof des Gebäudes mit den vielen, prunkvoll verzierten Bogenwänden, Fenstern und Spitztürmen. Im Inneren befinden sich die Sarkophage von Vasco da Gama, Luís de Camões (der portugiesische Nationaldichter) und von etlichen portugiesischen Königen. Außerdem gibt es hier sehr viele schick verzierte und noch gut erhaltene Azulejos. Das Gebäude überstand das große Erdbeben von 1733 ohne größere Schäden und wurde 1983 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen.

Mosteiro dos Jerónimos Lissabon

Das Mosteiro dos Jerónimos solltest du dir anschauen, auch wenn du kein Fan von Museen mit Eintritt bist.

4. Erkunde das Weltkulturerbe Torre de Belém und Padrão dos Descobrimentos

Gleich um die Ecke neben dem Mosteiro dos Jerónimos auf dem Fluss Tejo befindet sich diese sehr bekannte Sehenswürdigkeit, die auch zahlreiche Postkarten ziert. Der Torre diente einst als Wachturm, zählt auch zum manuelinischen Stil und wurde genau wie das Mosteiro dos Jerónimos 1983 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Torre de Belem in Lissabon

Eine Pfahlkonstruktion führt zum Turm von Belém (c) p_v a l d i v i e s o on VisualHunt / CC BY-NC-SA

Ein paar Meter vom Torre de Belém entfernt, befindet sich das Entdeckerdenkmal Padrão dos Descobrimentos. Es wurde erst 1960 zur Erinnerung an das Entdeckerzeitalter Portugals errichtet. An der Spitze steht Heinrich der Seefahrer (1394 bis 1460). Hinter ihm sind weitere 32 portugiesische Entdecker dieser Zeit in Stein gemeißelt.

Entdeckerdenkmal-Ausschnitt-Lissabon

Entdeckerdenkmal-Lissabon

Im Hintergrund des Denkmals erkennst du die Ponte de 25 Abril mit der Cristo Rei Statue.

5. Genieße die Aussicht von der Cristo Rei Statue

Die Cristo Rei Statue am südlichen Tejo-Ufer am Ende der Brücke Ponte de 25 Abril ist einer der wichtigsten Wallfahrtsorte in ganz Portugal und bietet mit der 80 m hohen Platformen einen der besten Aussichtspunkt über Lissabon.

Du erreichst die Statue mit der Fähre von Cais do Sodré bis Cacilhas (etwa 10 Minuten) und von da mit dem Bus 101, der jede halbe Stunde fährt, bis zur Endstation. Kosten: Etwa 5 € pro Strecke.

Cristo Rei Statue Lissabon

Die Cristo Rei Statue aus der Nähe. (c) nieos on Visual hunt / CC BY-SA

6. Beobachte die Menschenmenge am Praça do Comércio

Der „Platz des Handels“ befindet sich ganz im Süden von Baixa am Ufer des Tejo. Ursprünglich hieß dieser Platz „Terreiro do Paço“ („Palastgelände“), da hier vor dem Erdbeben der Palast stand, der aber vollständig zerstört wurde.

Praça do Comércio in Lissabon

Der Arco da Rua Augusta am Praça do Comércio.

Der Arco da Rua Augusta stellt den Eingang zum nach dem Erdbeben 1755 neu erbauten Stadtteil.

Rua Augusta

Die sehr belebte Rua Augusta ist die zentrale Einkaufsstraße des Stadtteils, für Autos gesperrt und deshalb immer voller Menschen.

7. Fahre mit dem coolsten Fahrstuhl der Stadt: Elevador de Santa Justa

Um von der Unterstadt (Baixa) in die Oberstadt (Chiado und Bairro Alto) zu gelangen, wurde im Jahre 1902 dieser markante eiserne Personenaufzug mitten in der Innenstadt errichtet. Die Stahlkonstruktion ist 42 Meter hoch und wirkt ehrlich gesagt etwas fehl am Platz, aber ist wahrscheinlich gerade deshalb auch ein Besuchermagnet.

Teilweise erinnert der Lift an den Eiffelturm, was sicherlich daran liegt, dass der Erbauer Raoul Mesnier de Ponsard ein Schüler von Gustav Eiffel war.

Elevador de Santa Justa Lissabon

Das Ticket für den Lift kostet etwa 5 €. Du kannst aber auch hinter dem Lift einfach den Weg entlang gehen um auf die Plattform zu gelangen.

8. Steige aufs Castelo de São Jorge

Im Herzen des Stadtteils Alfama thront das Castelo de São Jorge empor. Um hier hin zu gelangen, musst du zunächst einmal durch das alte Lissabon hindurch laufen. Oben angekommen, hast du einen super Ausblick über die Stadt.

Diese Festungsanlage stammt aus dem 2. Jahrhundert v.Chr., war aber schon hunderte von Jahren davor besiedelt. Zu einer Burg wurde die auf dem höchsten Hügel Lissabons gelegene Anlage im 11. Jahrhundert von den Mauren umfunktioniert. Heute kannst du innerhalb der Burgmauern ein Museum und ein 360°-Panorama-Blick von Lissabon in Echtzeit durch ein Periskop entdecken.

castelo de Sao Jorge in Lissabon.

Das Castelo hoch oben auf dem Berg.

9. Besuche das wichtigste heilige Gebäude Lissabons: Sé Patriarcal

Dieses Gebäude ist die Hauptkirche und auch die älteste Kirche der Stadt Lissabon. Sie wurde 1147 erbaut. Davor, zu Zeiten der Maurenbesetzung, gab es an diesem Ort eine Moschee.

Catedral Sé Patriarcal Lissabon

10. Mache einen Ausflug nach Sintra ins Märchenschloss

„Rapunzel lass dein Haar herunter“. Dieses Märchen von den Gebrüdern Grimm könnte im geradezu bezaubernden Sintra durchaus seinen Ursprung haben. Neben einem hoch oben auf dem Berg thronenden Schloss mit spektakulärem Atlantikblick, gibt es hier auch eine alte Mauren-Ruine, einen Schlossgarten und viele weitere  Sehenswürdigkeiten.

Sintra Portugal Aussicht auf Atlantik

Der Blick vom Schloss über den Atlantik wird dir die Sprache verschlagen.

Sintra ist etwa 30 km von Lissabon entfernt und perfekt für einen Tagesausflug geeignet.

SintraSintra – Ein Ort wie aus dem Märchenbuch: In diesem Artikel verrate ich dir, was du in Sintra und Umgebung unbedingt sehen musst.

11. Chille am Strand und tanke Sonne

Lissabon liegt an der Küste und es gibt in der Region um Lissabon viele tolle Strände. Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Der bekannteste ist wohl der Praia de Carcavelos etwa 24 km entfernt von der Innenstadt. Du erreichst den Strand mit dem Zug Richtung Cascais (etwa 40 Minuten ab Cais do Sodré mit der Linha de Cascais).

Praia de Carcavelos Strand bei Lissabon

Der westlich von Lissabon gelegene Praia de Carcavelos bietet viel Platz. (c) pedrik on Visualhunt.com / CC BY

Einen Überblick über alle Strände in der Nähe Lissabons, findest du auf der Website von lisbonbeaches.com.

12. Schaue dir die coolsten Kacheln der Stadt an im Azulejo Museum

Azulejos sind die in Portugal so typischen Kacheln mit ihren vielen bunten Mustern. Überall in der Stadt findest du sie an den Gabäuden. Sogar ein ganzes Musem wurde ihnen gewidmet – das Museu Nacional do Azulejo.

Hier lernst du viel über die Azulejos und kannst dir zahlreiche Kachel-Gemälde anschauen. Eines der bedeutendsten Ausstellungsstücke ist eine Karte aus Azulejos, die Lissabon 25 Jahre vor dem Erdbeben von 1755 zeigt.

Ein typisches Gemälde im Museu Nacional do Azulejo

Ein typisches Gemälde im Museu Nacional do Azulejo. (c) pfctdayelise on VisualHunt.com / CC BY-SA

13. Feiere mit den Locals im Bairro Alto

Das Nachtleben in Lissabon findet hauptsächlich in Bairro Alto statt und ist nicht zu vergleichen mit Städten in Deutschland. Überall in den Clubs und Bars ertönt laute Musik. Doch so gut wie keiner ist drin. Alle stehen draußen und reden, tanzen und feiern. Drinnen holst du dir meistens nur die Getränke ab.

Junge Menschen feiern im Bairro Alto in Lissabon

Eine typische Szene in Lissabons Nachtleben. (c) csw27 on VisualHunt.com / CC BY-ND

Musiktechnisch wird eigentlich alles gespielt. Auch gibt es oft Livebands. Meistens wird auch irgendwo eine moderne Version des Fado gespielt, der typisch portugiesischen Gitarrenmusik. Im Juni findet in Lissabon das Fado-Festival statt, bei dem viele Fadista in der Gegend des Castelo de São Jorge auftreten.

Auffällig am Nachtleben ist, dass das Nachtleben in Portugal erst sehr spät beginnt. Ab etwa 23:00 Uhr versammeln sich die ersten Leute auf den Straßen. Ab etwa 1:00 Uhr bis 2:00 Uhr geht dann aber erst richtig die Post ab. Gefeiert wird in der Regel bis in die frühen Morgenstunden, bis es wieder hell wird und die Wolken wieder lila sind.

14. Trinke einen Cocktail an der Pink Street

Die Rua Nova do Carvalho in Lissabon ist bekannt als die Pink Street. Hier war einst das Zentrum des Rotlicht-Distriktes in dem sich Seefahrer, Händler und Prostituierte tummelten.

Heute ist es eine Hipster-Gegend mit coolen Cocktail-Bars, Cafés und Restaurants.

Die pinke Straße in Lissabon

Die Pink Street ist tatsächlich Pink.

Heute erinnert an die verruchte Vergangenheit nur noch die Dekoration in den Läden. Der Cocktail-Bar Pensao Amor, mit ihrer besonderen Atmosphäre, solltest du deshalb unbedingt einen Besuch abstatten.

15. Esse in einem der coolsten Märkte der Stadt

Richtig lecker Essen gibt es in der großen Halle des Timeout Market (Mercado da Ribeira). Vor allem Fisch und Meeresfrüchte werden hier von einigen der besten Köche Lissabons angeboten. Aber es gibt auch allerhand anderer portugiesischer Leckereien.

Du musst dich einfach an einem der Stände anstellen und nimmst dann dein Essen mit an den Tisch in der Mitte der Halle. Als kleiner Tipp: Hinter den Ständen in der Halle im Gang sind weitere Reestaurants und auch Sitzplätze. Hier musst du nicht anstehen und bekommst du dein Essen wahrscheinlich schneller.

Die Halle des Timeout Markets in Lissabon

Die Auswahl fällt schwer, bei so vielen Ständen.

16. Entdecke kreative Streetart in Mouraria

Mouraria ist ein etwas alternativerer Teil in der Alfama. Viele bezeichnen es als Lissabons spannendstes Viertel, da hier ettliche Künstler und Kreative wohnen. In den vielen engen Gassen in Mouraria ist es leicht sich zu verlaufen. Aber dabei kannst du auch die zahlreichen Graffities an den Wänden entdecken.

Grafitti in Mouraria in Lissabon

Solche coolen Ecken erwarten dich in Mouraria überall.

Kleiner Tipp: Nutze die App Ingress um alle coolen Spots auf der Karte zu sehen. In diesem Artikel findest du mehr Informationen darüber: Reiseführer Adé: 6 alternative Methoden, wie du geheime Orte entdecken kannst.

Alternativ gibt es aber auch spezielle Streetart-Touren, bei denen dich ein Guide durch die coolsten Ecken der Stadt führt, auch außerhalb Mourarias. Ein Anbieter dafür ist Lisbon Street Art Tours.

17. Nasche die berühmten Pastéis de Belem

Im Stadtteil Belém in Lissabon gibt es die leckeren Pastéis de Belem, auch Pastéis de Nata genannt, einem kleinen Törtchen-Gebäck aus Eierteig.

Seinen Ursprung hat diese süße Köstlichkeit wohl von den Mönchen des Klosters dos Jerónimos, die es im 18. Jahrhundert dort erfanden. Überall im ganzen Stadtteil gibt es spezielle Cafés und Bäckereien, in denen du sehen kannst wie die Pastéis de Belem hergestellt werden. Natürlich kannst du auch welche kaufen und essen. Das Rezept ist allerdings nicht wirklich geheim und kann auch zu Hause leicht nachgemacht werden.

Pastéis de Belem

Um dieses Gebäck so schnell wie möglich zu genießen, solltest du dich nicht an der Touristenschlange im Café anstellen, sondern einfach rein laufen und dort bestellen.

Übrigens: Die Alternative zu den Pastéis de Belem sind Pastéis de Nata. Die findest du überall in der ganzen Stadt. Deswegen sind sie aber nicht weniger lecker ;)

18. Fahre mit der Seilbahn

Neben dem Elevador de Santa Justa gibt es 3 weitere Seilbahnen, mit denen Lissabons Einwohner die steilen Hügel erklimmen:

  • Gloria funicular
  • Bica Funicular
  • Lavra Funicular

Am schönsten ist für mich der Elevador da Bica. Du musst hier nicht einmal mit der Bahn fahren. Allein das Entlanglaufen an den Schienen wird dir den ein oder anderen guten Fotospot für Instagram bieten.

Elevador da Bica in Lissabon

Sehr pittoresk: Die Gasse in der der Elevador da Bica auf und ab fährt.

Empfehlung für Lissabon Reiseführer

Es gibt noch etliche weitere Sehenswürdigkeiten, wie das Aqueduto das Águas Livres, der Praça de Dom Pedro IV (Rossio) oder die Stierkampfarena Campo Pequeno, um nur ein paar zu nennen. Wenn du mehr über Lissabon erfahren willst, auch ein paar weitere Geheimtipps, dann hole dir den 101 Reiseführer von Lissabon (Gibt es auch als ebook).
Taschenbuch: 160 Seiten
Verlag: Lonely Planet; Auflage: 2nd edition. (1. Oktober 2012)
Sprache: Englisch

Mehr Eindrücke von Lissabon

Hier kannst du dir ein paar weitere Impressionen von Lissabon anschauen.

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