Sevilla Artikel über Sehenswürdigkeiten und Tipps

15 Sevilla Sehenswürdigkeiten, die du dir unbedingt anschauen musst

31.10.2017 | update 2.12.2017 | in Allgemein, Sevilla, Spanien, Stadt | von | Dein Kommentar!

Feuriger Flamenco, eine atemberaubende Architektur mit maurischen Einflüssen und königliche Gartenanlagen: Sevillas Sehenswürdigkeiten sind fantastisch und die Stadt selbst ist eine der schönsten ganz Europas. Auch für nur ein Wochenende lohnt sich ein Trip. In diesem Artikel hier gebe ich dir aber genug Sevilla Tipps, um ganze 4 Tage komplett zu füllen. Die Qual der Wahl liegt ganz bei dir.

Für die nachfolgenden 15 Tipps habe ich ein paar spanische Kollegen gefragt, die mehrere Jahre in Sevilla lebten. Du wirst hier also auch ein paar Dinge finden, die nicht unbedingt als erste Empfehlung im Reiseführer stehen.

Wenn du dir noch nicht sicher bist, ob Sevilla das Richtige für dich ist, dann schaue dir zunächst folgendes Video an, um dich von der Vielfalt und Schönheit der Stadt zu überzeugen.

Anreise nach Sevilla

Sevilla hat keinen besonders großen Flughafen. Nur wenige Airlines in Deutschland fliegen direkt hier hin. Aber du kannst ohne Probleme auch ins benachbarte Jerez de la Frontera (XRY) fliegen und von dort mit der Bahn nach Sevilla fahren.

Das Bahnticket Jerez – Sevilla kostet 11,20€ und dauert etwa 1 Stunde. Direkt am Flughafen gibt es eine Haltestelle, aber der Zug hält hier nicht immer. Aber selbst wenn du zu spät bist, dann kannst du für 1,80 in die andere Richtung erst bis in die Innenstadt von Jerez fahren und dann von dort aus den Schnellzug nehmen. Mit dem Taxi kostet das etwa 15€.

Beste Reisezeit Sevilla

Der Südwesten Europas, in dem sich Sevilla befindet, zählt zu den wärmsten Regionen des Kontinents, auch im Winter. Ab November steigt allerdings auch hier die Regenwahrscheinlichkeit.

Demnach ist es eine sehr gute Idee, im Oktober nach Sevilla zu reisen. Die Regenwahrscheinlichkeit ist zwar etwas höher als im Juni und Juli, aber mit 30 Grad hast du trotzdem noch sommerliche Temperaturen. Außerdem sind im Oktober nur verhältnismäßig wenige Touristen unterwegs und du kommst dazu, Bilder von Sehenswürdigkeiten auch mal ohne ältere Herrschaften mit Sandalen und Gürteltaschen, die vor die Linse laufen, zu schießen. Das Gleich kann man übrigens vom April sagen.

Alter spanischer Herr macht eine Pause in Sevilla

Im Oktober ist es noch so warm in Sevilla, das sich selbst die Einheimischen hin und wieder mal von der Hitze ausruhen müssen.

Wo in Sevilla Übernachten

Du solltest dir definitiv einen Schalfplatz mitten in der Altstadt suchen, denn dann kannst du ohne Probleme alles zu Fuß erkunden und bist auch schnell am Bahnhof. 

Empfehlen würde ich den Stadtteil Santa Cruz, der einer der schönsten war, um einfach so durch die Gassen zu streifen und sich auch mal treiben zu lassen. Sehr praktisch für mich war die Gegend um die Alameda de Hercules, weil man hier abends noch super ausgehen kann und dann anschließend auch schnell wieder auf dem Zimmer ist.

Airbnb

Über airbnb findest du in der ganzen Altstadt sowohl ganze Unterkünfte, als auch Privatzimmer. Letztere sind in der Regel immer etwas günstiger und du kommst auch mehr in Kontakt mit Einheimischen, die dir eventuell auch noch Tipps geben können.

Hier findest du Unterkünfte und Entdeckungen in Santa Cruz.

Ich selbst kann ohne Einschränkungen das Acogedor Apartamento en la Alameda de Hércules empfehlen.

Hotels

Ich selbst habe zwar nicht in Hotels übernachtet, jedoch ist das Hotel Doña María eine sehr gute Wahl. Denn es befindet sich direkt neben der Kathedrale von Sevilla und verkörpert perfekt den Charme dieser Stadt. Unter Punkt 8 dieses Artikels findest du mehr Infos zu einer Besonderheit dieses Hotels.

Tipp: Sprache lernen

Bevor du in diese Region reist, solltest du wissen, dass hier fast niemand Englisch spricht. Beziehungsweise sprechen die meisten Englisch, sie wollen es aber nicht. Selbst in touristischen Gegenden, sogar an mancher Hotelrezeption oder in lokalen Restaurants kommt ist es schwierig ohne Spanisch zu kommunizieren. D.h. es ist eine gute Idee vor deiner Reise nach Sevilla zumindest die grundlegenden Sätze zu lernen.

„Una cerveza y un café con leche por favor“  spanischer Satz, den ich wahrscheinlich zu oft verwendet habe

Alternativ kannst du die Google Übersetzer App nutzen. Das funktioniert auch.

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Alle der nachfolgenden Tipps, findest du auch hier auf der Karte:

Karte im Vollbild

1. Wandele durch alte Herrenhäuser und Villen

Neben etlichen Kathedralen und Kirchen gibt es in der ganzen Stadt auch mehrere historische Herrenhäuser und Villen. Für mich zählte die Besichtigung dieser malerischen Paläste zu einem Highlight meines Städtetrips, denn hier fühlst du dich wie in ein längst vergangenes Zeitalter zurück versetzt. Die bunten Azulejos (= Fliesen), die ausgestellten Kunstwerke und die die idyllischen, vom Sonnenlicht geküssten Gärten erzeugen eine gewisse Game of Thrones Atmosphäre.

Garten des Palacio de Las Duenas

Solche von Licht durchfluteten Gärten erwarten dich überall in Sevilla inmitten der Wohnhäuser.

Insgesamt habe ich drei der Herrenhäuser besichtigt:

Palacio de Las Duenas

Der Palacio de Las Duenas war mein absoluter Favorit. Vor allem die Gartenanlage, aber auch die Ausstellungsstücke in den einzelnen Zimmern des im 16. Jahrhundert erbauten Hauses, haben mich fasziniert.

Innenhof des Palacio de Las Duenas

Der beeindruckende Patio (Innenhof) des Palacio de Las Duenas.

Der Eintritt kostet 8 €. Zusätzlich kannst du dir für 2 € einen Audioguide holen (allerdings nicht auf Deutsch). Du solltest nicht zu spät kommen, denn im Oktober ist hier nur bis 18:00 Uhr geöffnet. Plane etwa 2 Stunden für die Besichtigung ein. Es geht natürlich auch schneller, wenn du nicht so viel Wert darauf legst, Details zu entdecken.

Casa de Pilatos

Auch die Casa de Pilatos ist einen Besuch wert. Sie wurde bereits im 15. Jahrhundert errichtet und hat viele Einflüsse aus verschiedenen Epochen, wie etwa Renaissance,  Mudéjar (Mudéjares waren die spanischen Muslime) oder der Romantik.

Casa de Pilatos in Sevilla

In den Gärten des Casa de Pilatos kannst du gut abschalten.

Für EU Bürger ist der Eintritt frei. Es gibt auch Audioguides. Allerdings darfst du in die obere Etage nur mit einer geführten Tour. Diese kostet 10 €.

Palace of the Countess of Lebrija

Dieses Haus ist bei den meisten Touristen nicht so bekannt, obwohl es mitten in der Stadt liegt und sehr viele archäologische Funde, beeindruckende Mosaike und dekorative Elemente aus dem arabischen Raum enthält. Bei meinem Besuch unter der Woche war ich der einzige Gast und konnte die Stille in den ruhigen Innenhöfen des Anwesens genießen.

Innenhof des Palace of the Countess of Lebrija

Neben etlichen Skulpturen, Gemälden und Mosaiken bietet der Palace of the Countess of Lebrija auch mehrere lichtdurchflutete Innenhöfe.

Eintrit nur für den unteren Flur kostet 6 €. Für 9 € kannst du dir auch den oberen Flur anschauen, aber nur mit einer der Führungen, die mehrmals zu bestimmten Zeiten am Tag stattfinden.

2. Besuche den königlichen Palast

Der königliche Alcázar von Sevilla sollte ganz oben auf deiner To-Do-Liste in Sevilla stehen. Die Geschichte dieser mittelalterlichen Anlage reicht bis in die Zeit der Mauren zurück. Dementsprechend beeindruckend ist auch die Architektur der Gebäude. Die Krönung ist der riesige angrenzende Park mit zahlreichen, vor sich hin plätschernden Wasserspielen, über die Wiesen stolzierenden Pfauen und Labyrinth-artigen Hecken.

Die Labyrinthartigen Gärten im Real Alcazar

Die Gärten des Real Alcázar wirken wie ein Labyrinth.

„Es ist Mitte Oktober morgens um 10:00 Uhr. Die Orangen sind noch grün. Erst im nächsten Jahr können sie wieder geerntet werden. Doch die Sonne strahlt ununterbrochen wie im Sommer und es duftet lieblich nach Blüten wie im Frühling. Ich befinde mich im herrlichen Alcázar von Sevilla und genieße die wohlige Wärme, abseits der Touristengruppen. Die angenehme Stille im Park wird nur von gelegentlichem Vogelgezwitscher und dem tröpfelnden Brunnenwasser unterbrochen – Ich fühle mich fast wie im Märchen von Tausendundeiner Nacht. Hier lässt es sich aushalten.“ aus meinen Reisenotizen

Raum mit Arabischer Architektur im Real Alcazar

Beeindruckend: Die arabischen Einflüsse aus den Zeiten der Mauren.

Kein Wunder also, dass der Palast auch die Residenz des spanischen Königs ist, wenn dieser die Stadt besucht. Außerdem war die Palastanlage auch Drehort einiger Game of Thrones Folgen. Der Eintrit kostet 9,50 €. Du kannst die Karten auch vorher online kaufen, musst aber die genaue Zeit angeben, wann du kommen möchtest.

TIPP:

Der Alcázar öffnet täglich ab 9:30 Uhr. Schon am Morgen bildet sich hier aber eine riesige Schlange. Ich war an einem Sonntag um 9:15 Uhr dort und musste etwa 30 Minuten nach Öffnung warten, also insgesamt 45. Aber kein Problem mit Kopfhörern und Spotify. Eventuell ist es besser, wenn du den Palast unter der Woche besuchst. Wenn du vorher schon online Tickets gekauft hast, dann kommst du an einer zweiten Schlange schneller rein. Geführte Touren werden allerdings zuerst eingelassen.

Gartenanlage im Real Alcazar

Mindestens 2-3 Stunden kannst du durch die Anlage des Real Alcázar streifen und du wirst trotzdem noch immer neue Details entdecken.

Und noch ein TIPP:

Die geführten Touren laufen am Morgen zunächst alle erst durch den Palast. Allgemein wird es schwierig nicht irgendwo Touris auf den Bildern von den Innenhöfen des Palastes zu haben. Laufe deshalb erst einmal komplett durch zu den Gärten, wo es um diese Zeit noch sehr leer ist und ein chille dort ein bisschen in aller Ruhe. Den Rest kannst du dir auc später noch anschauen.

3. Kühle deine Füße am Plaza de España ab.

Einen der schönsten Plätze Europas solltest du dir nicht entgehen lassen: Der Plaza de España. Das halbkreisförmige Gebäude um den Platz wurde zwar erst 1929 zum Anlass der Iboamerikanischen Ausstellung erbaut, es steht aber in Sachen architektonischer Schönheit dem Rest der Stadt in nichts nach. In der Mitte befindet sich ein Springbrunnen, an dem du dir an einem heißen Tag die Füße abkühlen kannst. Außerdem kannst du auch mit einem Paddelboot entlang des Flusses fahren.

Kutsche fährt über Placa Espana in Sevilla

In die Gebäude kannst du auch reingehen.

Die Türme des Gebäudes sind frei zugänglich, besonders spannend fand ich aber die Ornamente am Fuße der Wände. Diese zeigen alle Regionen Spaniens, die jeweils mit aufwendig gezeichneten Keramiken verziert sind.

Mit Azulejos verzierte Ornamente am Place Espana in Sevilla

Die sehr detailreichen Ornamente am Placa Espana.

Hier wurden übrigens auch einige Szenen im Film „Star Wars: Episode II – Angriff der Klonkrieger“ gedreht.

Blick auf Placa Espana vom Parque de Marie Luise

Auch ein Spaziergang durch den Parque de Maria Luisa, direkt neben dem Plaza de España lohnt sich.

4. Entdecke die Stadt bei Nacht.

Den Großteil der Sehenswürdigkeiten Sevillas, wirst du wahrscheinlich tagsüber sehen. Versuche aber zumindest 2 oder 3 davon auch einmal nachts zu sehen, wenn alles hell beleuchtet ist.

Der Placa Espana bei Nacht

Wie leergefegt: Der Plaza de España bei Nacht.

Besonders schön fand ich den im Punkt 3 erwähnten Plaza de España. Es herrscht eine ganz andere Stimmung als am Tag – Die Türme spiegeln sich im Wasser, es ist wesentlich ruhiger ohne all die Touristen, eine fast schon melancholisch Atmosphäre erfüllt den Raum. Nur die übrig gebliebenen Kastagnetten-Verkäufer machen noch vereinzelt etwas Lärm.

5. Esse Tapas in einem der besten Restaurants der Stadt.

Durch die Stadt zu streifen und dabei nicht an irgend einer Tapasbar vorbei zu kommen, grenzt eigentlich an ein Ding der Unmöglichkeit.

Laut meiner spanischen Kollegen (und die wissen, wo es gute Tapas gibt) solltest du aber unbedingt die Tapasbar Eslava besuchen. Sowohl Touristen, aber vor allem Einheimische kommen hier her. Während meines Besuch tummelte sich eine komplette Hochzeitsgemeinschaft um zu Trinken und zu Essen. Ich hatte Glück, dass ich überhaupt noch einen Platz in diesem eher kleinen Lokal fand.

Tapas Bar Eslava in Sevilla

Ziemlich beliebt: Die Tapas Bar Eslava.

Kulinarisch wird hier eine Mischung aus moderner und traditionell andalusischer Küche geboten. Ich selbst fand den Smoked Salmon absolut spitze.

Die Bar hat übrigens zwei Etagen. In der Oberen gibt es auch noch eine Terrasse.

6. Schaue über die Dächer Sevillas vom Metropol Parasol.

Das Metropol Parasol ist eine moderne Holzkonstruktion vom deutschen Architekten Jürgen Mayer H. Auf der Plattform darunter befindet sich ein eher unspektakulärer Platz auf dem tagsüber die Kids mit Skateboards und Rollerblades herumkurven.

Das Metropol Parasol in Sevilla

Unter dem Dach des Metropol Parasol bei Tag.

Das eigentliche Highlight ist aber das Dach auf das du für 3 € hinaufkommst. Entlang des Rundweges hast du einen fantastischen Panorama-Blick über die ganze Stadt.

Tagsüber bildet sich hier eine lange Schlange, vor allem am Wochenende. Ich würde dir aber eh raten, eher abends hier her zu kommen. Erstens musst du dann nicht so lange warten und zweitens siehst du den Sonnenuntergang und kanst beobachten wie die Stadt langsam in einem beruhigen rotem Licht erstrahlt.

Blick vom Metropol Parasol auf La Giralda in Sevilla

Auf dem Dach des Metropol Parasol bei Nacht.

7. Erkunde die Altstadt am frühen Morgen.

OK. Früh aufstehen im Urlaub ist nichts für jeden. Aber für spanische Verhältnisse ist 8:00 Uhr erst früh.

Während die Altstadt Sevillas tagsüber nur so vor Menschen wimmelt, herrscht hier morgens, wenn die meisten Sevillaner noch schlafen, eine fast schon idyllische Stimmung. Einsam hallen nur die Glockenklänge durch die leergefegten Gassen. Das solltest du zumindest einen Tag mal erleben.

leere Gassen am Morgen in Sevilla

Hier ist es tagsüber so voll, dass du kaum durch die Gassen laufen kannst.

Es gibt viele schöne Plätze, die du einfach ohne Plan entdecken kannst. Einen solltest du aber trotztdem ansteuern: den etwas zwischen Häusern versteckten Plaza del Cabildo.

Malerisches Gebäude am Plaza del Cabildo in Sevilla

An diesem Platz erwarten dich pittoreske Balkone.

8. Entspanne mit einem Cocktail auf einer Rooftop-bar mit exklusivem Blick auf La Giralda.

Entspannte Jazz-Musik, ein warmer Sommerwind im Oktober über der Haut und dazu einen frisch-minzigen Mojito. Doch das Beste: Das ganze mit Blick auf die hell erleuchtete La Giralda.

Klingt gut?

Dann besuche einfach die Dachterrasse des Hotel Dona Maria. Auch wenn du kein Gast des Hotels bist, hast du Zugang über die benachbarte Bar17. Kleiner Wehrmutstropfen: Es gibt keinen White Russian.

Blick von Dachterrasse des Hotel Dona Maria auf La Giralda bei Nacht

Jazz-Musik, ein Cocktail und dazu dieser Blick: Was willst du mehr?

9. Lasse dich von der Magie des Flamencos verzaubern.

Flamenco ist ein feuriger, emotionsgeladener Musikstil, der weit zurück reicht und aus Andalusien stammt. Er umfasst Gitarrenmusik, Gesang aber auch den berühmten Baile (= Tanz) mit den unverkennbaren Kastagnetten.

In Sevilla gibt es zahlreiche Möglichkeiten die Flamenco-Kultur zu entdecken. Vor allem abends bei intensiven Shows kannst du dich vom Flamenco anstecken lassen.

Die besten Adressen dafür sind:

  • Museo del Baile Flamenco
  • Los Gallos
  • Casa de la Guitarra
  • Casa de la Memoria
  • Casa del Flamenco
  • Tablao el Arenal

Wenn dir die Shows aber zu teuer sind, dann halte einfach tagsüber die Augen auf. Oft treten Straßenkünstler auch einfach so auf Plätzen auf, spielen Gitarre oder schöne spanische Frauen tanzen wild durch die Straßen. In vielen Bars finden zudem abends spontane Flamenco Sessions statt (Siehe Punkt 13).

zwei Flamenco Tänzerinnen in Sevilla

Zwei Flamenco Tänzerinnen auf dem Platz vor der Kathedrale Sevillas.

10. Erkunde die Stadt mit dem Fahrrad.

Sevilla hat eine der größten Altstädte Europas. Sie einmal zu Fuß zu umrunden dauert schon etwas. Mit dem Fahrrad bist du da schneller. Zudem kannst auch noch das idyllische Flussufer, vorbei am Torre del Oro, auf beiden Seiten entlang fahren und auch Spots außerhalb des Zentrums besuchen, um so der Stadt-Hektik zu entfliehen.

Blick auf Torro del Oro am Fluss

Herrlich: Eine Fahrradtour entlang des Flussufers.

Sehenswert ist der Alamillo Park im Norden, das etwas seltsam aussehende Huevo de Colón oder das Gelände der ehemaligen Weltaustellung (Expo 92). Letzteres bietet noch einige übrig gebliebene Skulpturen, an denen du per Fahrrad einfach vorbei fahren kannst, wie z.B. das Esfera Bioclimática.

Huevo de Colón in Sevilla

Eine etwas eigenartike Sehenswürdigkeit etwas außerhalb der Innenstadt: Das Huevo de Colón.

Wo Fahrrad ausleihen?

Es gibt viele Anbieter im ganzen Stadtzentrum verteilt. Ich selbst kann BICI4CITY nahe der Alameda de Hercules empfehlen. Hier bekommst du ein Fahrrad für 10 € pro Tag und kannst dir das Modell selbst aussuchen. Es gibt aber noch viele weitere Anbieter, auch öffentliche wie etwa SEVici. Die etwa 2.500 Fahrräder von SEVici stehen in der ganzen Stadt verteilt und du kannst sie mit einer Service-Karte jederzeit von ihren Stationen nehmen. Die Karte gibt es am Automaten, sie gilt für 7 Tage und kostet 13,33 €.

11. Entdecke Moderne Kunst in einem alten Kloster

Ein altes Kloster und moderne Kunst passen zunächst nicht so recht zusammen. In Sevilla schon. Neben dem Monestario de La Cartuja, in dem im 16. Jahrhunder Christop Kolumbus aufgenommen wurde, befindet sich direkt das Museum für Moderne Kunst, das du für nur 1,8 € besuchen kannst. Montag ist hier allerdings geschlossen.

Monestario de La Cartuja in Sevilla

Schon außerhalb des Museums für Moderne Kunst erwarten dich bereits Dali-esque Skulpturen.

12. Erkunde den Stadtteil Triana

Sevilla hat mehr zu bieten als seine riesige Altstadt. Direkt westlich des Zentrums, am anderen Ufer des Flusses Guadalquivir liegt das Barrio Triana, das du auch erkunden solltest.

verzierte Gassen im Barrio Triana

Eine typische Gasse in Triana.

Triana beeindruckt mit seinen von Gerlanden und Azulejos verzierten, engen Gassen, den vielen spanischen Kirchen und der lebendigen Flamenco-Kultur. Der schönste Teil liegt gegenüber der Brücke Puente de Isabel II (auch Puente de Triana genannt). Es gibt hier viele Restaurants, Tapas-Bars und auch einige Märkte.

verzierte Gassen neben der Kirche im Barrio Triana

Die Capilla de los Marineros in Triana.

13. Entecke die alternative Partyszene am Almeda de Hercules

Der Legende nach gründete der griechische Held Herakles (auch Hercules genannt) die Stadt Sevilla. Der Marktplatz Almeda de Hercules erinnert daran. Gebaut wurde er aber erst im 16. Jahrhundert. Aus dieser Zeit stehen noch 2 mächtige Säulen am Eingang zum Platz.

2 Säulen am Alameda de Hercules Sevilla

Da sind sie, die beiden Säulen.

Ansonsten ist die Gegend um den Almeda de Hercules heute ein beliebtes, alternatives Ausgehzentrum . An den beiden Straßen drängen sich eine Tapasbar neben der anderen und es wird viel getrunken, getanzt und Gitarre gespielt, auch unter der Woche.

Du kannst hier aber auch super Frühstücken gehen oder dich einfach tagsüber hinsetzen und ein Bocadillo (spanisches Sandwich) mit einem Kaffee genießen. Dafür kann ich das Las Columnas empfehlen. Für ein leckeres Abendessen führt kein Weg am Casa Paco vorbei.

14. Genieße eine kostenlose Vorführung im Palacio Marqueses de la Algaba

Tagsüber kannst du dir den historischen Palacio Marqueses de la Algaba kostenlos anschauen. Der Palast stammt aus der Mudejar-Zeit und ist architektonisch sehr wertvoll. In den Innenräumen gibt es eine interessante Ausstellung mit Überbleibseln aus der maurischen Zeit bis zurück zum 15. Jahrhundert.

Wirklich spannend wird es hier aber abends. Im Sommer, bis zum 24. September, finden in den sogenannten Sommernächten viele verschiedene Theateraufführungen, Flamenco-Vorführungen und Konzerte statt. Auch dafür ist der Eintritt kostenlos, es werden aber nur so viele Leute hineingelassen, wie Platz ist.

Palacio Marqueses de la Algaba

Übrigens: Auch im Oktober finden hier noch Vorführungen statt. Die im Sommer sind nur am bekanntesten.

15. Erklimme die größte gothische Kathedrale der Welt.

Die Kathedrale von Sevilla ist eine der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt. Schon vom Flieger aus kannst die „La Giralda“, den Glockenturm der Kathedrale erspähen. Dieser stammt aus dem 12. Jahrhundert und du kannst ihn auch besteigen, um die Aussicht über die Dächer der Stadt zu genießen.

La Giralda in Sevilla

Schon durch die engen Gassen der Altstadt wirst du La Giralda entdecken.

Aber nicht nur deswegen lohnen sich die 9 € Eintritt. Die Kathedrale selbst, mit ihrer Mischung verschiedenster Baustile, ist schon sehr beeindruckend. Vor allem der Hauptaltar (Altar Mayor), zu dem früher nur die Reichen und Mächtigen Zutritt hatten, ist etwas Besonderes. Die Figuren auf der obersten Ebene sind mit 2 m fast doppelt so groß wie die auf der untersten. Für den Betrachter erscheinen sie deswegen jedoch gleich groß. Zudem kannst du in der Kathedrale den Sarkophag von Christopher Kolumbus besichtigen.

Blick über Sevilla von La Giralda

Der Blick vom alten Minarett über die Stadt ist fantastisch.

Grab von Christoph Kolumbus in der Kathedrale von Sevilla

Das Grab eines der größten Abenteurer, den unsere Welt je gesehen hat.


Wie du siehst: Ein Besuch Sevillas lohnt sich. Welche anderen coolen Orte sollte man sich hier anschauen? Hinterlasse einen Kommentar mit deinen Empfehlungen.

P.S. : Danke an Carlos und Alex für die vielen Tipps

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