Teneriffa ist die größte Kanareninsel – und gleichzeitig auch die vielseitigste. Auf diesem Teneriffa Roadtrip erwarten dich schwarze Vulkanstrände, dichter Lorbeerwald, Kraterlandschaften wie auf dem Mond und Kiefernwälder, die eher an Kalifornien erinnern als an eine spanische Ferieninsel. Dazu kommen historische Städtchen im Landesinneren und an der Küste sowie jede Menge Touristen-Highlights. Wie du die Insel am besten mit dem Mietwagen erkundest und was du dabei nicht verpassen solltest, zeige ich dir in diesem Artikel. Also, pack deine Wanderschuhe und den Bikini ein und komm mit auf eine abenteuerliche Inselumrundung.
Teneriffa Roadtrip Karte
Die Karte braucht JavaScript. Alle Stopps stehen auch im Text unter den jeweiligen Abschnitten.
Dieser Roadtrip enthält jede Menge Abenteuer und Abwechslung. Zwischen Natur, Kultur und Action ist alles dabei.
Ganz grob lässt sich Teneriffa in 2 Regionen einteilen:
- Nord-Teneriffa
- Süd-Teneriffa
Zwischen diesen beiden Regionen führt eine Klimatrennlinie, die für diese Einteilung sorgt:
- Der südliche Teil Teneriffas ist aufgrund der ständigen Sonneneinstrahlung sehr trocken, teilweise gibt es hier auch Wüstengebiete. Diese Region ist eher für Strandresorts bekannt und vor allem bei Familien beliebt. Hier gibt es auch die meisten Sandstrände mit weißem Sand. Die sind aber nicht natürlich, sondern wurden oft mit Sahara-Sand aufgeschüttet.
- Im Norden dagegen stauen sich öfters die Passatwolken, was zu mehr Niederschlag, höherer Luftfeuchtigkeit und damit auch üppiger Vegetation führt.

Streng genommen ist die Trennlinie keine scharfe Grenze, sondern ein Übergang entlang des Gebirgskamms, und oberhalb der Wolkendecke scheint auch im Norden fast immer die Sonne. Zudem gibt es in verschiedensten Gegenden auf der Insel auch ganz eigene Mikroklimate.
Dieser Roadtrip führt dich in 2 Wochen einmal um die ganze Insel herum, mit einem Fokus auf den Westen und Norden. Aber du wirst auch ein paar Gegenden in den Touristenhochburgen im Süden entdecken, aber ich zeige dir auch Orte, die etwas schwieriger zu erreichen sind und an die es deswegen weniger Touristen zieht.
Dabei habe ich die Routen so geplant, dass du immer an einigen Orten mehrere Tage bleibst, um von dort dann entspannter die umliegenden Highlights zu entdecken. Dazwischen gibt es dann immer Reisetage, bei denen du auf Zwischenstopps weitere tolle Orte entdeckst.
Was auf Teneriffa immer präsent ist, ist der noch aktive Vulkan Teide – mit 3.715 Metern Spaniens höchster Gipfel. Er liegt im Zentrum der Insel und bei diesem Roadtrip wirst du alle Seiten des Teide kennenlernen und ihn natürlich auch besuchen.
Übertourismus auf Teneriffa
Dass Teneriffa schön ist, wissen auch viele andere Touristen. Deswegen landet dieses Reiseziel oft auf den No-Go-Listen wegen Übertourismus. Zwischen 6 und 8 Millionen Besucher kommen jedes Jahr her. Mehr als die Insel eigentlich verkraftet. Im Mai 2025 gingen Zehntausende Menschen unter dem Motto „Canarias tiene un límite“ auf allen Kanareninseln auf die Straße. Eine Wahrheit, die zu einem Teneriffabesuch dazugehört.
Touristen sind trotzdem wichtig für Teneriffa. Etwa 40 % der Erwerbstätigen auf der Insel arbeiten in dieser Branche. Es ist also auch keine Lösung Teneriffa zu boykottieren. Trotzdem kannst du als Besucher etwas tun, damit dein Besuch weniger belastet:
- Früh oder spät unterwegs sein, um die Orte mit großem Andrang zu umgehen.
- In der Nebensaison reisen.
- Besuche eher kleinere Orte und nicht nur die Touristenhochburgen.
- Wasser sparen, denn Trinkwasser ist auf den ganzen Kanaren stets knapp.
- Eher lokale Unternehmen besuchen als große Ketten, so bleibt mehr Geld auf der Insel.
- Halte die Regeln in Schutzgebieten ein, indem du z.B. auf den Wegen bleibst, nichts mitnimmst und nicht wild parkst oder campst.
Beste Reisezeit für Teneriffa
Teneriffa wird eigentlich das ganze Jahr über von Touristen angesteuert. Den meisten Andrang gibt es im Sommer. Weil Teneriffa aber auch ein klassisches Ziel zum „Überwintern“ ist, kommen auch in der kalten Jahreszeit viele Besucher auf die Insel.
Ich selbst war im Februar auf Teneriffa. Hier kommen zwar weniger Touristen als in allen anderen Monaten, aber ich selbst fand es trotzdem in einigen Orten sehr überlaufen. In den etwas weniger bekannten Regionen, abseits des Massentourismus, gab es aber auch noch ein paar tolle Natur-Spots zu erkunden. Vor allem in den Städten wird zu dieser Zeit auch ziemlich heftig Karneval gefeiert. Fast jeden Tag ist irgendwo was los. Santa Cruz de Tenerife, die Hauptstadt, ist sogar bekannt dafür, eine der größten Karnevalsfeiern der Welt zu zelebrieren.
Flüge nach Teneriffa
Teneriffa hat gleich 2 Flughäfen.
- Einen im Norden: Aeropuerto de Tenerife Norte-Ciudad de La Laguna (TFN)
- und einen im Süden: Aeropuerto de Tenerife Sur (TFS)
Die meisten Flüge landen im Süden, weswegen der Roadtrip in diesem Artikel auch hier losgeht. Solltest du aber einen Flughafen in deiner Nähe haben, der nur den Flughafen im Norden anfliegt, ist das auch kein Problem.
Teneriffa Roadtrip mit Mietwagen
Es lohnt sich, Teneriffa mit dem Mietwagen zu erkunden. Am besten ist es meiner Meinung nach, wenn du dir in bestimmten Bereichen der Insel immer für mehrere Tage Unterkünfte suchst und von dort dann immer mit dem Auto Tagestouren unternimmst. Zwischen den Bereichen hast du dann einzelne Reisetage, bei denen du aber auch Zwischenstopps an tollen Sehenswürdigkeiten machst.
Genauso ist auch dieser Teneriffa Roadtrip hier geplant und ich fand diese Art des Reisens auf Teneriffa am besten, weil du so einfach die beste Mischung aus Flexibilität, Entspannung und Abenteuer hast.
Wenn du einen günstigen Mietwagen suchst, empfehle ich Check24. Ich habe es bei meinem eigenen Roadtrip auch benutzt und dabei nur Angebote, die die Kriterien der Stiftung Warentest erfüllen, ausgesucht und mit Vollkasko-Versicherung ohne Selbstbeteiligung sowie Zusatzschutz (Glas, Reifen, Unterboden, Dach) gebucht. Das mache ich immer und empfehle ich dir auch.
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Parken auf Teneriffa
Beim Parken gilt auf Teneriffa dieselbe Farbregel wie im Rest Spaniens: Weiße Markierungen bedeuten kostenlos, blaue Markierungen kostenpflichtig (die sogenannte „zona azul“).
- Bei Blau ziehst du am Automaten in der Nähe ein Ticket und legst es sichtbar hinter die Windschutzscheibe – meist gilt das nur werktags tagsüber, abends und sonntags stehst du dort oft gratis.
- Eine gelbe Linie am Bordstein heißt Halteverbot, dort solltest du auf keinen Fall stehen bleiben.
- Vor allem in Santa Cruz de Tenerife und San Cristóbal de La Laguna solltest du mit Parkplatznot rechnen. In beiden Städten ist die Altstadt größtenteils für Autos gesperrt und die Straßen drumherum sind eng und voll. Am entspanntesten fährst du dort ein Parkhaus an oder buchst gleich eine Unterkunft mit eigenem Stellplatz.
- Auch an beliebten Naturspots wie dem Cruz del Carmen im Anaga oder in Masca sind die wenigen Parkplätze mittags regelmäßig komplett belegt. Hier lohnt es sich, früh morgens oder am späten Nachmittag zu kommen.
Camping auf Teneriffa?
Es ist auf Teneriffa durchaus auch möglich, mit einem Campervan zu reisen und dann dort drin zu übernachten. Eigentlich gibt es überall auf der Insel dafür auch Campingplätze und speziell dafür ausgewiesene Stellplätze. In den Pinienwäldern der Corona Forestal im Norden und Westen ab etwa 1.000 Metern Höhe gibt es sogenannte „Zonas de Acampada“. Dort kannst du mit einer kostenlosen Genehmigung auch mit dem Campervan übernachten. Diese bekommst du hier auf der Website der Inselregierung.
Wildcampen ist offiziell nicht erlaubt, viele machen es aber trotzdem. Wenn du Pech hast, erwarten dich dann aber bis zu 150 € Strafe.
Wohnmobile und Camper kannst du von Verleih-Firmen mieten und auch von privat. Hier sind ein paar Anbieter dafür:
Die Straßen auf Teneriffa
Grundsätzlich sind alle Orte der Insel über die gut befahrbaren und mautfreien Autobahnen TF1 und TF5 bestens miteinander verbunden und auch ziemlich schnell erreichbar. Die komplette Runde von Puerto de la Cruz bis nach Los Gigantes dauert darüber nur etwa 1,5 Stunden.
Es gibt jedoch auch abgelegenere Straßen, die zwar geteert sind, aber durchaus dem ein oder anderen Autofahrer die Schweißperlen auf die Stirn treiben. Allen voran die Straße nach Masca. Hier gibt es nur eine Spur und es kommen dir Busse entgegen. Auch im Anaga-Gebirge sind die Straßen teilweise eher enger als woanders.
Solltest du kein geübter Fahrer sein, würde ich diese Straßen an deiner Stelle eher auslassen und mit dem Bus oder einer geführten Tour in diese Orte fahren.
Unterkünfte auf Teneriffa
Teneriffa bietet sehr viele Hotels und Ferienwohnungen in allen Teilen der Insel. In diesem Artikel gebe ich dir zu jedem Abschnitt immer mehrere Hotelempfehlungen.
Teneriffa Rundreise
Teneriffa genießen ohne Planungsstress? Dann buche eine Wander- oder Rundreise von einem professionellen Anbieter. Diese übernehmen die Buchung der (oft handverlesenen) Hotels, stellen dir eine bewährte Route zusammen und bieten oft sogar einen 24/7-Service vor Ort an.
Das ist perfekt für dich, wenn du dich voll und ganz auf die Mondlandschaft am Teide, den Nebelwald im Anaga-Gebirge und die kanarische Küche konzentrieren willst, statt dich über einspurige Serpentinen nach Masca oder die ewige Parkplatzsuche am Cruz del Carmen zu ärgern. Wenn das eher etwas für dich ist, dann schau dir mal folgende Rundreise-Angebote an:
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* Empfehlungs-Links. Preise können sich ändern.
1. West- und Nordwest-Teneriffa
Tag 1 bis Tag 4: 3 Übernachtungen
Hotel-Tipps:
- Günstiger: Sholeo Lodges Los Gigantes
- Luxuriöser: Klayman Diamond Aparthotel
Vom Flughafen Teneriffa Sur, wo du deinen Mietwagen direkt abholst, fährst du etwa 30 Minuten bis in die Gegend um Los Gigantes. Dort schlägst du deine erste Basis auf, von der aus du die nächsten Tage tolle Highlights entdeckst und auch die ein oder andere Wanderung in der Region unternehmen kannst.
Highlight-Aktivität
Der Kanal zwischen Teneriffa und La Gomera ist Whale Heritage Site mit ganzjährigen Grindwal- und Delfinpopulationen – direkt vor Los Gigantes. Eines der größten Highlights auf Teneriffa ist es hier eine Tour zu buchen um Wale und Delfine zu beobachten. Es gibt hier zahlreiche Anbieter, die von verschiedenen Orten starten:
- Delphin- und Whale-Watching-Bootsfahrt mit Badestopp (Los Gigantes)
- Whale-Watching-Bootsfahrt mit dem Segelboot (Los Gigantes)
- Umweltfreundliche, respektvolle Wal- und Delfin-Begegnung ohne Jagd (von Los Christianos)
- Wal- und Delfin-Safari mit einer Öko-Yacht + Schwimmen (von Los Christianos)
Die Klippen von Los Gigantes
Spektakulär erheben sich die Klippen von Los Gigantes. Übersetzt heißen sie „die Riesen“ und der Name ist Programm. Sie ragen fast senkrecht aus dem Atlantik empor und erreichen Höhen von etwa 300 bis 600 Metern. Direkt vor den Klippen fällt der Meeresboden steil ab, das Wasser ist dort teils über 30 Meter tief.



Den besten Eindruck von den Klippen bekommst du am Strand Playa de los Guíos. Parke direkt am Hafen Puerto de Los Gigantes und erkunde für 1 bis 2 Stunden die Gegend. Am ausgebauten Mirador Los Guíos hast du einen super Blick auf die ganze Bucht und kannst dir die Klippen auch von oben anschauen.
Noch spektakulärer ist allerdings eine Besichtigung vom Wasser aus. Bei einer Bootstour entlang der Klippen von Los Gigantes bis Punta Teno fährst du unter den imposanten Klippen hindurch und erkundest auch noch den Leuchtturm am Punta Teno ganz im Norden der Westküste.
La Arena
La Arena liegt direkt neben Los Gigantes und hier geht es etwas ruhiger zu. Es gibt einige Unterkünfte, Restaurants und auch einen schönen flachen Sandstrand.



Masca
Meiner Meinung nach solltest du auf jeden Fall mindestens einen Halbtages-Trip nach Masca einplanen. Dabei handelt es sich um ein winziges Bergdorf mit rund 80 Häusern und etwa 100 Einwohnern im Teno-Gebirge im äußersten Nordwesten Teneriffas. Aufgrund seiner Lage an einem Felsgrat wird es auch oft als das „Machu Picchu Teneriffas“ bezeichnet.





Allein die Anreise ist schon spektakulär – mit atemberaubenden Ausblicken in die Schlucht. Die Straße nach Masca ist für viele Fahrer mit Sicherheit eine der adrenalinreichsten der ganzen Kanaren.
Anreise nach Masca – Ich stehe am zugeparkten Mirador de Cherfe und starre wie von einem Magnet angezogen in die grüne Tiefe der Schlucht, die von scheinbar nie enden wollenden Serpentinen durchzogen ist. Der Duft des salzigen Atlantiks und von zerriebenen Kupplungen liegt in der Luft. Waghalsige einheimische Busfahrer düsen hupend wie wild um die Kurven. Die entgegenkommenden Autos machen ihnen Platz, obwohl es gar keinen gibt. Ich blicke in die angstverzerrten Augen der anderen Touristen, setze mich wieder ins Auto und starte den Motor. Was wird mich wohl hinter der nächsten langgezogenen Kurve erwarten?
aus meinen Reisenotizen



In Masca kannst du etwa 1 bis 2 Stunden verbringen, um dir den Ort anzuschauen und den Ausblick zu genießen. Es gibt auch einige Restaurants, in denen du dazu auch noch etwas essen und trinken kannst.
Hast du mehr Zeit und Lust auf ein Abenteuer, dann lohnt sich die etwa 5 km lange Wanderung in die Schlucht bis zur versteckten Bucht. Die darfst du aber nur mit Guide und Helm machen. Sie hat den Schwierigkeitsgrad „hoch“, ist also nichts für jedermann. Zudem ist eine Online-Reservierung Pflicht, denn es gibt ein begrenztes Tageskontingent.

Die Wanderung darfst du übrigens nicht machen, wenn du mit dem eigenen Auto anreist. Du musst sogar ein Ticket für den Transport von Santiago del Teide vorzeigen, um den Wanderweg der Masca-Schlucht betreten zu dürfen, und du brauchst auch ein Ticket für die Rückfahrt mit dem Boot. Alle Details dazu findest du hier auf der offiziellen Website.
Ist dir das alles zu kompliziert, du willst aber trotzdem die Wanderung durch die berüchtigte Masca-Schlucht machen, dann buche dir einfach ein Rundum-Sorglos-Ticket, bei dem alles schon inklusive ist:
Monte del Agua
Am Monte del Agua und in der Region im Teno-Naturpark erwartet dich eines der größten Lorbeerwald-Vorkommen Teneriffas. Eine Wanderung durch die Wälder über die Abhänge, von denen du immer wieder Blicke auf die von Wolkenteppichen umnebelten grünen Berge erhaschen kannst, ist schon sehr spektakulär und ich empfehle dir hier zumindest eine kleine Wanderung.



Tipps und mehr Details zu dieser Wanderung bekommst du im Artikel:
Barranco del Infierno
Der Barranco del Infierno („Höllenschlucht“) bei Adeje im Südwesten Teneriffas ist eine Schlucht mit markiertem Wanderweg (ca. 6,5 km hin und zurück, rund 3 Stunden). Er führt dich durch eine fantastische Landschaft, die sich stark ändert, je tiefer du in die Schlucht eindringst, und endet an einem saisonalen Wasserfall.



Der Zugang ist limitiert. Tickets musst du vorab online buchen. Feste Schuhe und Helm (wird gestellt) sind Pflicht. Von Los Gigantes sind es etwa 30 bis 35 km über die TF-1 bzw. Küstenstraße, also rund 40 Minuten Fahrt.
Tipps und mehr Details zu dieser Wanderung bekommst du im Artikel:
Chinyero – Montañas Negras
Das Chinyero ist ein tolles Wandergebiet mit schwarzen Lava-Feldern, auf denen grüne kanarische Kiefernwälder wachsen. Das sorgt für einen spektakulären Kontrast und im Hintergrund ragt stets der Gipfel des Teide hervor.



Ein bisschen erinnerte mich diese Region an die Wälder Kaliforniens in der Sierra Nevada und den Yosemite Nationalpark.
Du kannst hier auf zahlreichen Wegen wandern und die Natur genießen. Eine der schönsten Routen ist der Rundweg um den Vulkan Montañas Negras. Tipps und mehr Details zu dieser Wanderung bekommst du im Artikel:
2. West-Teneriffa bis Puerto de la Cruz
Tag 4 bis Tag 6: 2 Übernachtungen
Hotel-Tipps:
- Günstiger: Hotel DWO Nopal
- Luxuriöser: Atlantic Mirage Suites & Spa
Tag 4 ist dein erster Reisetag, der voller grandioser Zwischenstopps aufwartet. Du fährst zunächst die von Serpentinen gespickten Straßen Richtung Norden ins wunderschöne Küstenstädtchen Garachico. Danach geht es entlang der Küste bis nach Icod de los Vinos, wo du dir den ältesten Drachenbaum der Insel anschaust. Anschließend geht es weiter bis zum Touristenort Puerto de la Cruz, nachdem du noch am Playa de Castro einen Stopp eingelegt hast. Am nächsten Tag erkundest du etwas die Stadt und den benachbarten Bergort La Orotava, der berühmt für seine Casa de los Balcones ist.
Garachico
Garachico ist eine tolle kleine Küstenstadt im Norden Teneriffas. Ein Zwischenstopp für 2 bis 3 Stunden lohnt sich. Schon die Anreise über die Serpentinenstraße TF-421 ist spektakulär.



Mehr Infos mit den schönsten Sehenswürdigkeiten findest du in diesem Artikel:
Icod de los Vinos
Icod de los Vinos ist ein Pflicht-Stopp auf deiner Reise. Denn hier steht der größte und älteste bekannte Drachenbaum der Welt – der Drago Milenario. Oft wird gesagt, er sei 1000 Jahre alt. Wahrscheinlicher ist allerdings, dass sein Alter im höheren 3-stelligen Bereich liegt, was ja auch schon eine Hausnummer ist.

Um ihn zu besichtigen, empfehle ich den Eintritt zum Parque del Drago für nur 5 €. Du kannst den Baum zwar auch kostenlos vom benachbarten Aussichtspunkt neben der San-Marco-Kirche aus sehen, aber der Rundgang durch den Park lohnt sich. Denn es ist schon beeindruckend, den Koloss von allen Seiten und Winkeln aus zu beobachten und es gibt im Park noch mehr zu sehen als nur den Baum.





Wenn du mit Kindern unterwegs bist oder wenn du einfach nur Schmetterlinge liebst, dann lohnt sich zudem ein Besuch des Mariposario del Drago Butterfly Park (11 € Eintritt). Hier spazierst du durch einen kleinen Park, während über 800 exotische Schmetterlinge aus aller Welt neben dir hin und her flattern.

Interessierst du dich für Bananen, dann kannst du dir auch die Casa del Plátano für 5 € Eintritt anschauen. Bei dieser Tour durch eine Bananenplantage erfährst du viel zur Geschichte der Bananen auf Teneriffa.





Wenn du viel Zeit mitbringst, dann lohnt sich auch ein Besuch des Cueva del Viento – Europas größter Vulkantunnel (18 km lang), der etwas weiter oberhalb von Icod de los Vinos liegt. Eine Besichtigung geht ausschließlich per geführter Tour (auch auf Deutsch) ab dem Besucherzentrum, dauert rund zwei Stunden, inklusive einer kurzen Wanderung, und kostet 25 € pro Person. Dafür solltest du aber auf jeden Fall vorab online reservieren.
Playa de Castro
Die Playa de Castro ist ein weitgehend naturbelassener, über 200 Meter langer Strand aus schwarzem Vulkansand und Kieselsteinen. Du solltest hier einen Stopp einlegen, wenn du Lust hast, durch den Palmenwald zu wandern. Dort begegnest du meist nur recht wenigen anderen Touristen und genießt geniale Ausblicke über die Küste. Für einen kurzen Strandausflug mit Baden ist die Playa de Castro aber nichts.



Am besten du hältst am Restaurante Cafetería Mirador San Pedro an, wo es ein paar Parkplätze gibt, und wanderst von hier etwa 30 Minuten bis zur versteckten Küste runter (zurück ist es etwas anstrengender). Es gibt hier verschiedene Wege und auch geniale Aussichtspunkte zu entdecken.
Mehr Infos zu dieser Wanderung findest du im Artikel:
Puerto de la Cruz
Puerto de la Cruz ist wahrscheinlich der touristischste Ort entlang der ganzen Nordküste. Dafür gibt es aber auch recht viele Hotels in allen Preiskategorien, was die Stadt zu einem guten Ausgangspunkt für weitere Tagestouren macht. Puerto de la Cruz hat sogar achtmal so viele Gästebetten wie die Hauptstadt Teneriffas, aber immer noch wesentlich weniger als die Touristenorte im Süden.





Das beste Hotel, das sowohl top ausgestattet ist als auch ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet, ist meiner Meinung nach das 3-Sterne-Hotel DWO Nopal. Es gibt hier Familienzimmer mit riesigen Betten und großen Badezimmern, einen Pool auf der Dachterrasse mit einem tollen Blick auf den Teide und über die Dächer der Stadt und ein leckeres Frühstücksbuffet. Das Hotel liegt zudem sehr zentral mitten in der Altstadt.



Es gibt in Puerto de la Cruz einen schönen botanischen Garten und auch die bunte Agatha Christie Treppe ist ein Instagram-Hotspot. Am schönsten fand ich es aber einfach nur hier durch die Altstadt zu bummeln, mir die Plätze anzuschauen, zu shoppen und die Leute zu beobachten.
Für Familien mit Kindern ist sicher der Loro Parque – ein Zoo mit Gorillas, Tigern und Pinguingehege mit künstlichem Eisberg sowie Delfinshows – ein Highlight. Ich selbst habe ihn aber ausgelassen. Offizielle Eintrittstickets bekommst du vorab auch online.
La Orotava
La Orotava liegt nur 10 Autominuten von Puerto de la Cruz entfernt und ist vor allem bekannt für die Casa de los Balcones. Doch es gibt noch mehr zu entdecken in dem hügeligen Bergstädtchen.



In folgendem Artikel verrate ich dir die besten Sehenswürdigkeiten der Stadt:
3. Puerto de la Cruz bis San Cristóbal de La Laguna
Tag 6 bis Tag 9: 3 Übernachtungen
Hotel-Tipps:
- Günstiger: Hotel Boutique San Diego
- Luxuriöser: La Laguna Gran Hotel
Tag 6 wird dein zweiter Reisetag. Am Morgen hast du noch genug Zeit zu Frühstücken, bevor du ein paar tolle Orte entlang der Küste entdeckst, die von wenigen Touristen angesteuert werden. Die Basis für die nächsten 2 vollen Tage wird San Cristóbal de La Laguna. Dich erwartet hier eine geniale Mischung aus Kultur und Natur. Während du dich tagsüber durch den Dschungel des beeindruckenden Anaga-Gebirges schlägst und tolle kleine Küstendörfer entdeckst, erkundest du morgens und abends die Highlights der Altstadt, die auch zum UNESCO-Welterbe zählt.
La Quinta
La Quinta ist ein Ort, den viele Teneriffa-Touristen nie sehen werden. Dabei gibt es hier gleich 2 geheime Spots, die du erkunden solltest und die einen Zwischenstopp wert sind.
Der erste ist die Skulptur La Giganta im idyllischen Jardin Social La Quinta – eine mit Pflanzen bewachsene Statue einer sitzenden Frau. Neben dem Jardin gibt es auch einen kurzen Wanderweg durch den Garten Bosque Termófilo.


Der zweite Spot ist der versteckte Bunker de Santa Úrsula. Hinter der Straßenabsperrung vom Mirador Santa Úrsula führt ein kleiner Pfad bis direkt dorthin. Vom Bunker aus hast du einen genialen Blick über die Küste.

Punta del Hidalgo
Am Punta del Hidalgo schiebt das Anaga-Gebirge einen flachen Lavavorsprung in den Atlantik. Die Landzunge im Norden der Insel ist kein Touri-Hotspot auf Teneriffa und gerade deswegen fand ich den Ort interessant.





Vorn das aufbrausende Meer und dahinter die bedrohlich wirkenden Klippen des Anaga-Gebirges, über denen dunkle Wolken haften. An einem stürmischen Tag fühlt sich Punta del Hidalgo ein bisschen wie das Ende der Welt an.
Das Highlight hier ist der 50 Meter hohe Leuchtturm. Manche sagen, er sei hässlich. Und tatsächlich ist dieser weiße, eher moderne Betonbau kein Postkartenmotiv. Aber seine besondere Form, die an eine Gruppe Basaltsäulen erinnert, und seine sich vom Rest der Landschaft abhebende Farbe, machen ihn definitiv zu einem Hingucker.

San Cristóbal de La Laguna
San Cristóbal de La Laguna ist seit 1999 UNESCO-Weltkulturerbe und wurde in einer Art Schachbrettmuster erbaut. Sein Stadtgrundriss aus dem späten 15. Jahrhundert diente im 16. Jahrhundert als Vorbild für viele Kolonialstädte in Lateinamerika (wie z. B. Havanna). Wenn du hier so durch die Altstadtgassen läufst, wirst du dich bestimmt ein bisschen wie in jene alte Zeit zurückversetzt fühlen.





Die Calle San Agustín gilt als eine der schönsten Straßen Spaniens. Viele Casas, die du tagsüber auch betreten kannst, sind hier angesiedelt, wie z.B. die Casa Salazar oder die Casa Montañés. Auch das Museum für Geschichte und Anthropologie Teneriffas ist einen Besuch wert. Es befindet sich in der Casa Lercaro, einem tollen Renaissance-Palast mit Patio. Du erfährst hier viel über die Geschichte des Ortes und der Insel allgemein.





Weitere Highlights sind die Kathedrale, das ehemalige Kloster San Agustín, das Teatro Leal, der Plaza del Adelantado und die Kirche Iglesia de la Concepción mit ihrem Kirchturm, den du auch besteigen kannst, um über die Dächer der Stadt zu blicken. Mein Restaurant-Tipp in der Altstadt ist das Gulagú. Es gibt hier hochwertige Tapas in entspanntem Ambiente. Richtig leckeres lokales Gebäck und Törtchen findest du in der Dulceria la Catedral.

Übernachtet habe ich hier im La Laguna Gran Hotel, einem historischen Haus im kolonialen Style. Besonders toll fand ich den mit Palmen und grünen Pflanzen bewachsenen Innenhof und auch die Dachterrasse mit Pool. Auch das Frühstück war richtig gut.





Eine Alternative dazu ist das Hotel Boutique San Diego, etwas außerhalb vom Zentrum, aber immer noch fußläufig erreichbar. Hier frühstückst du im grünen Garten oder auf der hellen Sonnenterrasse.
Landschaftspark Anaga
San Cristóbal de La Laguna ist ein sehr guter Ausgangspunkt, um das benachbarte Anaga Gebirge zu erkunden. Das Anaga ist der älteste Teil Teneriffas: Vor sieben bis neun Millionen Jahren durch Vulkanausbrüche entstanden, erstreckt sich das Massiv heute über rund 20 Kilometer Länge und 5 bis 10 Kilometer Breite (=etwa 7 % der gesamten Insel). 2015 wurde die Region von der UNESCO als Biosphärenreservat anerkannt.





Das ganze Anaga Gebirge ist voll mit absolut atemberaubenden Wanderwegen durch grüne Lorbeerwälder und Dschungel, mit genialen Ausblicken auf die Küste.
Wenn ich nur eine einzige Wanderung empfehlen könnte, dann wäre das der Rundweg im El Pijaral. El Pijaral ist ein ganz besonders geschütztes Gebiet im Landschaftspark Anaga. Der Rundweg führt dich immer entlang der Grenze dieses Naturwunders durch den einsamen Dschungel bis zum Aussichtspunkt Cabezo del Tejo. Von dort hast du einen tollen Blick auf die Nordküste des Anaga-Gebirges und das Dorf Taganana.
Mehr Details dazu findest du hier:
Empfehlen kann ich dir aber auch die Fahrt entlang der Panoramastraße TF-12, über den Gebirgskamm. Sehr beliebt entlang dieser Strecke ist das Cruz del Carmen, wo das Besucherzentrum steht und auch der Weg der Sinne. Nicht weit entfernt davon findest du zudem den Feentunnel (Túnel de las Hadas) entlang des Weges zum Aussichtspunkt „Pico del Inglés“.





Diese beiden Orte sind aber tagsüber ehrlich gesagt viel zu überlaufen und oft staut es sich auch wegen zu vieler Autos, für die es auch nicht genug Parkplätze gibt. Besser du kommst hier entweder sehr früh her, oder am Abend, nachdem das Besucherzentrum schon geschlossen ist. Da fand ich es auf jeden Fall wesentlich angenehmer, hier entlang zu laufen.
Taganana
Weiß getünchte Häuser, enge Gassen, Weinterrassen an den Hängen – Taganana ist einer der schönsten Orte im Anaga Landschaftspark. Das 700-Seelen-Dorf liegt in einem weiten Tal über der Küste und es war einer meiner Lieblingsorte auf meinem Roadtrip. Vor allem abends, wenn die Sonne hinter den Bergen untergeht, ist die Stimmung hier fantastisch.





Du erreichst es, wenn du den Abzweig an der TF-12 entlang der TF-134 nimmst. Diese mit Serpentinen gespickte Straße allein ist aufgrund ihrer Ausblicke schon spektakulär. In Taganana kannst du in der Nähe der Iglesia Ntra. Sra. de las Nieves parken und von hier die beiden Teile des Ortes zu Fuß erkunden. Es gibt ein paar Restaurants und auch einen Supermarkt.


Playa de Benijo
Playa de Benijo ist einer der schönsten Strände im Norden. Wegen seiner perfekten Wellen ist er ein beliebter Anlaufpunkt für Surfer. Vor allem zum Sonnenuntergang ist der dramatische Blick über das Meer und die Küste hier einfach nur herrlich.





Es gibt in der Gegend nur wenige Parkplätze. Im Ort Benijo ist alles nur kostenpflichtig, bzw. musst du Gast einer Unterkunft oder eines Restaurants sein. Aber direkt am Strand gibt es meist ein paar Parkplätze. Von dort kannst du auch in wenigen Minuten zum Mirador Benijo laufen. Hier fand ich den Ausblick am schönsten.
4. San Cristóbal de La Laguna bis Santa Cruz de Tenerife
Tag 9 bis Tag 12: 3 Übernachtungen
Hotel-Tipps:
Gut & Günstig: Barceló Santa Cruz Contemporáneo
Luxuriöser: Iberostar Heritage Grand Mencey
An Tag 9 fährst du nur eine kurze Strecke in Teneriffas Hauptstadt Santa Cruz de Tenerife. Hier erkundest du die Highlights der Metropole, chillst an einem der schönsten weißen Sandstrände der Insel und das Beste: Ein Tagestrip auf den Teide, den höchsten Berg Spaniens.
San Andrés – Playa de Las Teresitas
Diesen Strand kennst du bestimmt von vielen Teneriffa-Postkarten. Der Playa de Las Teresitas liegt südlich des Anaga Gebirges und erinnert an einen Karibik-Strand. Tatsächlich ist er aber künstlich aufgeschüttet mit Sand aus der Sahara. Zusätzlich wurde ein etwa tausend Meter langes Riff vor die Bucht gesetzt, damit der Sand nicht direkt weggespült wird. Dazu kamen Hunderte Palmen. Nur die grünen Anaga Berge im Hintergrund sind echt.




Möchtest du ohne Risiko schwimmen gehen (vor allem mit Kindern), dann ist dieser Strand im Nordosten der Insel die beste Option. Es ist hier zwar oft viel los, aber da sich der Strand ziemlich in die Länge zieht, wirst du bestimmt einen Platz finden. Es gibt auch Duschen, Toiletten, Umkleiden und eine ganze Kette von Strandbars. Die Liegen kosten nur ein paar Euro. Der Parkplatz ist kostenlos.
Fazit: Der perfekte Ort für einen gechillten Strandtag im Norden.
Möchtest du den Strand von oben sehen, wie hier in den Bildern, dann kannst du die TF-121 bis zum Aussichtspunkt (Mirador de la Playa de las Teresitas) fahren.




Santa Cruz de Tenerife
Natürlich solltest du auch noch etwas Zeit einplanen, die schönsten Ecken der Hauptstadt zu erkunden. Buchst du eins der von mir empfohlenen Hotels, so bist du direkt am wunderschönen Parque García Sanabria. Es ist der größte Stadtpark der Kanaren. Hier wächst und blüht es in allen möglichen Formen und Farben und es gibt sogar eine riesige Uhr aus Blumen zu bestaunen.



Auch schön ist der Plaza de España. Er ähnelt dem gleichnamigen Platz in Sevilla zwar nicht wirklich, ist aber doch einen Besuch wert. Auf dem Platz gibt es die Überreste des Castillo de San Cristóbal, das beim Bau der Plaza erst entdeckt wurde. Es gibt eine unterirdische Galerie, die in den Neubau integriert wurde.


Vom Plaza de España sind es zudem nur ein paar Fußminuten bis zum berühmten Auditorium, Auditorio de Tenerife, das mit seinem futuristischen, geschwungenen Design nicht zu verfehlen ist. Direkt daneben stehen das Castillo de San Juan Bautista und das Erlebnisbad Parque Marítimo César Manrique. Und noch ein paar Meter weiter liegt das Palmetum, ein botanischer Garten mit Hunderten von Palmenarten, der auf einer ehemaligen Müllkippe errichtet wurde.



Auch einen Besuch wert ist der Mercado Nuestra Señora de África, eine Markthalle im Kolonialstil, und das Museo de Bellas Artes.
Wenn du wie ich im Februar nach Santa Cruz kommst, solltest du wissen, dass hier eine der größten Karnevalsfeiern der Welt stattfindet. Es gibt jeden Tag etwas zu entdecken und auch Umzüge mit seltsamen Bräuchen. Der kurioseste ist wohl die „Beerdigung der Sardine“, bei dem ein riesiger Fisch aus Pappmaché unter theatralischem Wehklagen zu Grabe getragen wird.
Teide Nationalpark
Der Teide ist der einzige Nationalpark Teneriffas, seit 2007 sogar UNESCO-Weltnaturerbe und mit rund 3.715 Metern auch der höchste Berg Spaniens. Mit rund vier Millionen Besuchern im Jahr ist er der meistbesuchte Nationalpark Europas.


Sowohl San Cristóbal de La Laguna als auch Santa Cruz de Tenerife sind gute Ausgangspunkte für Besuche des Teide wie auch des Anaga Gebirges. Von welcher Stadt aus du was erkundest, kannst du flexibel gestalten und solltest du auch abhängig vom Wetter planen. Wenn es im Anaga-Gebirge regnet, kann es auf dem Teide sonnig sein und auch umgekehrt.
Die Anfahrt vom Norden nimmst du über die TF-24. Allein die Fahrt nach oben ist schon ein Highlight. Ich fand es spannend, die sich verändernde Vegetation zu beobachten, je höher man kommt. Zunächst ist alles grün, voller Kiefernwälder und plötzlich bist du in einer surrealen Mondlandschaft. Da du unterwegs wahrscheinlich immer wieder anhalten wirst, um Fotos zu machen, plane etwas mehr Zeit ein, als Google Maps vorgibt.




Es gibt unterwegs schon viel zu sehen, aber das eigentliche Highlight ist der riesige Vulkankrater, die Caldera de las Cañadas. Hier ist die Wanderung um die Roques de García einer der beliebtesten Anlaufpunkte (Mehr dazu erfährst du in diesem Artikel). Auch die Minas de San Jose fand ich spannend, weil es hier eine recht weitläufige Gegend gibt, die wie eine zerfurchte Marslandschaft aussieht und in der du auch trotz vieler anderer Gäste richtig coole Fotos machen kannst.



Zum Gipfel, also bis ganz nach oben, kommst du am einfachsten mit der Seilbahn. Die Seilbahn-Tickets sind mit über 40 € pro Person für die Auf- und Abfahrt nicht gerade günstig. Oben hast du ein paar Seitenwege zu Aussichtspunkten. Aber auch hier bist du noch nicht ganz oben. Dafür musst du noch den Weg PNT-10 „Telesforo Bravo“ entlang wandern. Der ist nicht sehr schwer, aber du darfst ihn nur mit Genehmigung begehen. Diese ist in den Seilbahntickets nicht enthalten. Die Reservierung läuft ausschließlich über die Website tenerifeon.es.
Beachte: Im Winter und auch bei schlechtem Wetter oder starkem Wind sind die Wege bis zum Gipfel und manchmal auch die Seilbahn gar nicht geöffnet.
Hast du noch mehr Zeit und Lust auf eine schwere Wanderung auf den Gipfel, dann gibt es gleich mehrere Wanderwege. Genaue Infos dazu findest du auch auf der Tenerifeon-Website.

Auch interessant: Der Teide gilt als einer der besten Orte der Welt für Sternenbeobachtung. Auf dem Kamm östlich des Gipfels steht das Observatorio del Teide. Es gibt sogar ein eigenes Gesetz zum Schutz vor Lichtverschmutzung auf Teneriffa. Das Observatorium kannst du tagsüber über die Website VolcanoTeide mit einer geführten Tour besichtigen. Oder du machst eine geführte Sunset & Stargazing Tour bei Nacht mit Abendessen, bei der du viel Wissenswertes über den Nachthimmel und die Sternbilder erfährst.
Wenn du den Teide nicht selbst befahren möchtest, so kannst du auch eine Tour mit dem Bus vom Hotel aus buchen: Teide-Tour mit Seilbahnticket & Transfer. Dabei gibt es über 50 Abholpunkte auf der ganzen Insel, die du vorm Buchen auswählen kannst.
5. Santa Cruz de Tenerife bis Flughafen Teneriffa Süd
Tag 12 bis Tag 14: 2 Übernachtungen + Abreise
Hotel-Tipps:
- Gut & Günstig: Santa Barbara Golf and Ocean Club
- Luxuriöser: Barceló Tenerife
An deinem letzten Abschnitt erkundest du doch nochmal ein paar tolle Natur-Spots im Süden Teneriffas, kleine Küstenstädte und sogar Pyramiden. Dabei übernachtest du in einem Hotel nahe des Flughafens, so dass du es nicht mehr so weit hast bis zur Mietwagenabgabe und dadurch deinen letzten Tag ohne viel Fahr-Stress verbringen kannst, bevor es wieder nach Hause geht.
Candelaria
Candelaria lohnt sich für einen kurzen Zwischenstopp Richtung Süden. Es gibt hier mit der Basílica de La Virgen de Candelaria eine tolle Kirche auf dem Plaza de la Patrona de Canarias. Wenn du die Einkaufsstraße Calle Obispo Pérez Cáceres entlangläufst, kannst du deren imposanten Kirchturm schon von Weitem sehen.



Das Besondere: Auf der Plaza stehen neun große Bronzestatuen der Menceyes, der Guanchen-Könige Teneriffas, alle mit Blick aufs Meer.
Güímar
Bekannt ist der Ort Güímar vor allem durch die Pyramiden von Güímar. Das sind sechs stufenförmige Steinkonstruktionen, die der Forscher Thor Heyerdahl bekannt gemacht hat. Bevor du das Museum besuchst, solltest du wissen, dass Heyerdahls Thesen, über die du auch im Museum lesen kannst, stark umstritten sind und von der Forschung zum Großteil widerlegt wurden. Aber die Abenteuer, die er auf sich genommen hat, um seine Thesen zu beweisen, sind durchaus spannend.





Es gibt 2 verschiedene Tickets. Meiner Meinung nach reicht es, das günstige Ticket zu holen. Darin enthalten sind die wichtigsten Anlagen des Parks. Nimmst du das teurere Ticket, hast du noch Zugang zu weiteren Ausstellungen und Gärten, wie z.B. einer Ausstellung über Polynesien oder einem kleinen Garten mit Giftpflanzen. Diese sind aber auch nicht den ganzen Tag geöffnet.
Für den ganzen Rundgang brauchst du etwa 1 bis 2 Stunden. Am coolsten fand ich den großen botanischen Garten in, dem die Pyramiden stehen.
Playa Amarilla
An der Playa Amarilla fällt eine orange-gelb getönte Felswand ins Meer hinab. Ihren Namen verdankt sie der Montaña Amarilla direkt dahinter, einem Vulkankegel aus hellem Tuffgestein. Die unterschiedlichen Gesteinsschichten mit ihren Ockertönen ergeben zusammen mit dem blauen Wasser und dem schwarzen Vulkangestein einen spektakulären Farbkontrast.

Auf den Terrassen sonnen sich oft die Besucher auf ihren Handtüchern. Über Leitern gelangst du auch ins Wasser zum Schwimmen (für kleinere Kinder ist das aber eher nicht geeignet). Bei Schnorchlern ist der Spot beliebt. Neben den Felsen gibt es zudem eine kleine und ziemlich entspannte Beach Bar (Mana Nui Chiringuito), mit Blick auf die Küste.



Am besten kommst du hierher, während Ebbe herrscht. Parken kannst du kostenlos in den Straßen des Ortes.
Playa La Tejita
Die Playa La Tejita ist einer der längsten Naturstrände im Süden Teneriffas und liegt direkt am Fuß der Montaña Roja, einem rotbraunen Vulkankegel, der unter Naturschutz steht.


Weil hier keine Hotels direkt hinter dem Strand stehen, wirkt der Strand deutlich ursprünglicher als andere in der Region. Es gibt hier aber oft auch ordentlich Wind und kräftige Wellen, weswegen der Spot auch eher bei Kite- und Windsurfern beliebt ist.

Ein Roadtrip um Teneriffa bringt dich an Orte, die den meisten Pauschaltouristen verwehrt bleiben. Entgegen ihrem Ruf hat die Insel viel mehr zu bieten als nur Bettenburgen und Massentourismus. Welche Orte auf Teneriffa haben dich am meisten begeistert? Was fehlt noch für einen perfekten Roadtrip? Ich freue mich auf deinen Kommentar.
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