10 Dinge in Porto

Porto Tipps – 10 Highlights in der unbesiegbaren Stadt am Douro

26.03.2017 | update 26.03.2017 | in Portugal | von | Dein Kommentar!

Die alte, aber bezaubernd romantische Hafenstadt Porto liegt mit ihren charakteristischen grauen Granitstein-Gebäuden und den roten Dächern über dem Fluss Douro und ist Namensgeber für den weltbekannten Portwein. Ich verrate dir hier 10 Porto Tipps mit Highlights, die du bei einem Besuch keinesfalls verpassen solltest.

Die Bewohner der zweitgrößten Stadt Portugals gelten als sehr geschäftstüchtig, schließlich war Porto schon immer ein Handelszentrum. Von hier aus wird etwa der süße Portwein in die ganze Welt exportiert. Seit Beginn ihres Bestehens musste sich die Stadt aber immer wieder gegen die Auferlegung von Zwängen und Angriffen wehren. Und das tat sie sehr erfolgreich, weshalb man Porto auch die „unbesiegbare Stadt“ nennt.

Alle nachfolgenden Tipps gibt es auch hier auf der Karte:


Karte im Vollbild.

Beste Reisezeit Porto?

Porto kannst du eigentlich immer bereisen. Im Winter ist es hier allerdings nicht so warm wie im Süden Portugals, an der Algarve. Im Frühling dagegen – gegen März und April – ist es viel schöner als in Deutschland und die Masse der Touristen ist noch nicht da.

Auch im Sommer ist es eigentlich sehr angenehm. Ende Juni findet das Festa de São João (Siehe Punkt 9) statt. Dann ist Porto recht überfüllt. Dafür gibt es aber auch jede Menge Action in der ganzen Stadt. Ab September wird es dann wieder etwas kühler, aber immer noch angenehm. Und auch weniger Touristen reisen ab September ins Land.

Alte einheimische stehen an einer Straße in Porto

Die Alteingesessenen Portos interessiert es dagegen weniger, wann du nach Porto kommst.

1. Erkunde die Ribeira – Portos Altstadt

Einer der schönsten Stadtteile Portos ist die Ribeira, beginnend am Ufer des Douro. Dieser Part zählt zur historischen Altstadt und ist gespickt mit alten Gebäuden, portugiesischen Restaurants und Cafés.

Ribeira Altstadt am Ufer des Douro in Porto.

Die typischen Häuserfassaden der Altstadt am Douro. Im Hintergrund: Die Brücke Ponte de Dom Luis I.

Nach oben hin reiht sich der Rest der Altstadt entlang durch enge Gassen und steile Treppen terrassenartig empor. Viele Gebäude werden saniert und stehen unter Denkmalschutz. Es ist dort so schön, das die Ribeira 1996 sogar in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen wurde.

Die roten Dächer der Altstadt in Porto

Über den Dächern der Altstadt. Rechts zu sehen der Torre dos Clérigos.

2. Lauf über die Brücke „Ponte de Dom Luis I“

Über die Brücke „Ponte de Dom Luis I“ kommst du von der Ribeira aus ans andere Ufer nach Vila Nova de Gaia, dem Zentrum der Portweinproduktion. Auf der Brücke selbst hast du einen super Ausblick auf beide Douro-Ufer.

Blick über Ribeira in Porto

Der Blick von der Brücke Ponte de Dom Luis I

Vila Nova de Gaia liegt auf der anderen Seite des Douro direkt neben Porto und man könnte meinen, das es einfach nur ein Stadtteil Portos‘ ist. Dem ist aber weit gefehlt, denn im Jahr 1841 erhielt die aus 2 Siedlungen zusammengeschlossene Gemeinde Vila Nova de Gaia das Stadtrecht.

Es zählt allerdings zum Metropol-Einzugsgebiet Portos. Hier befinden sich auch fast alle der Portweinkeller, in denen der berühmte Portwein Jahrzehnte lang reift.

3. Erfahre alles über das rote Gold Portos

In ganz Porto findest du ihn nahezu an jeder Ecke. Ob im Restaurant oder bei speziellen Weinverkostungen entlang der Ribeira: den Portwein, mit seinem intensiven, würzig süßem Geschmack. Schon vor etwa 2000 Jahren pflanzten wohl die Römer im Douro-Tal erstmals die Weintrauben an, aus denen später der Portwein hergestellt wurde. der Legende nach wurde er erstmals von britischen Händlern im 17. Jahrhundert entdeckt, als diese den Weintraubensaft aus dem Douro-Tal mit Brandy vermengten.

Portwein in Porto

An der Uferpromenade des Douro gibt es neben zahlreichen Portweinhäuser, auch viele Restaurants und Cafés in denen du Portwein verkosten kannst – Dazu eine Schale Oliven oder Cracker und der Blick auf die gegenüberliegende Ribeira bei Sonnenschein: Was kann es Schöneres geben?!

Dadurch wurde er haltbar gemacht für den Transport nach England, erhielt aber auch seinen speziellen, geschmacklichen Charakter. Den Einfluss der Briten auf den Portwein erkennt man auch an einigen der Namen der Weingüter, wie Taylor’s, Graham’s oder Cockburn’s, die aber meist nur für den Vertrieb des Weines in die ganze Welt verantwortlich sind. Der Anbau selbst ist komplett in portugiesischer Hand. Es gibt auch deutsche und niederländische Portweinvertriebe in Porto wie z.B. Kopke, Burmester, Andresen oder Niepoort.

Alles über die Geschichte, die Entstehung und die verschiedenen Arten des Portwein, erfährst du bei einer Tour durch eines der Portweinhäuser. Am bekanntesten ist Taylor’s und Graham’s. Ich selbst war im Portweinhaus Feirrera, das viele Jahre im 19. Jahrhundert von der Dame Dona Antónia Adelaide Ferreira geführt wurde. Sie stellte die Weichen für den weltweiten Erfolg des Hauses. Am Ende der Führung erfolgt der wohl wichtigste Teil: eine Weinverkostung im Keller.

Alte Holzfässer mit Portwein

In solchen riesigen Holzfässern, wie hier im Haus Ferreira, wird der Portwein teilweise Jahrzehnte lang gelagert.

4. Lese ein Buch in der Buchhandlung Lello

Dieser 1906 von den Brüdern Lello eröffnete Buchladen zählt mittlerweile zu einer der beliebtesten Sehenswürdigkeiten Portos. Kein Wunder, denn die altehrwürdige Bücherei versprüht den Charme eines Harry Potter Bandes.

Sich bis an die Decke der oberen Etage streckende Bücherregale, Holzbrücken mit handgeschnitzten Art-Deco-Geländern, die sich von einem Ende des Raumes ans andere winden sowie Gemälde und Büsten der Gründer und berühmter Schriftsteller einer längst vergangenen Zeit erzeugen eine imposante Atmosphäre. Tatsächlich soll hier auch Joan K. Rowling Inspiration für ihre Romane gefunden haben.

Der Eintritt kostet 5,5 €. Tickets können online erworben werden.

Buchahndlung Lella in Porto.

Im Inneren der Buchhandlung Lella. Photo credit: guillenperez via Visualhunt / CC BY-ND

5. Unternehme einen Ausflug in die Wiege Portugals.

Wenn du dich für die Geschichte Portugals interessierst, darfst du auf gar keinen Fall ein Besuch der Stadt Guimarães auslassen. Sie war die erste Hauptstadt des Landes unter König Alfons I. und gilt deshalb als Geburtsort der Nation Portugal. Die Stadt bietet mit ihren Burgen und dem mit engen Steingassen durchzogenem Zentrum, das auch ein UNESCO Welterbe ist, ein besonderes, mittelalterliches Flair.

Guimares Stadt nördlich von Porto

Die Burg von Guimarães.

Guimares liegt etwa 45 Minuten Fahrt mit dem Auto von Porto entfernt. Am besten du leihst dir für einen Tag ein Auto aus. Auch ein Trip ins ebensfalls nicht weit entfernte Braga lohnt sich. Lies hier mehr darüber: Roadtrip durch Portugal: So geht’s in 2 Wochen.

6. Schlendere die Avenida Dos Aliados entlang

Die Avenida Dos Aliados ist die größte Prachtstraße der Stadt. An ihr entlang reihen sich großartige Gebäude mit einer eindrucksvollen Architektur, die meisten davon Banken oder Hotels. Am Ende der Straße steht das Rathaus, vor dem du eine Skulptur vom berühmten portugiesischen Schriftsteller Almeida Garrett bestaunen kannst.

Prachrstraße Avenida dos Aliados

Die Skulptur von Almeida Garrett an der Prachtstraße Avenida dos Aliados.

7. Bewundere die Azulejos an einer der vielen Kirchen

Geprägt ist Portos Stadtbild von vielen Kirchen. Dazu zählt der auffällige, etwa 76 Meter hohe Glockenturm Torre dos Clérigos, der auch eins der Wahrzeichen der Stadt ist. Gegenüber der Universität befindet sich die Igreja do Carmo mit den für Portugal typischen Azulejos (quadratische Keramikfliesen) an den Außenwänden. Überall in der Stadt verteilt, findest du viele weitere Kirchen in diesem Stil.

Besonders beeindruckend fand ich die Igreja do Carmo.

8. Genieße den Sonnenuntergang am Jardins do Palácio de Cristal do Porto

Einen atemberaubenden Blick über die Stadt hast du von einem der schönsten Gärten Portos, dem Jardins do Palácio de Cristal do Porto. Vor allem zum Sonnenuntergang ist es hier besonders romantisch. Packe dir einen Wein, ein bisschen Käse und Brot ein und setze dich auf eine der Steintreppen um die Abendstimmung mit Blick auf den Douro aufzusaugen.

9. Feier das Festa de São João

Wenn du gerade am 23. Juni in Portugal bist, solltest du unbedingt über Nacht in Porto bleiben. Denn jeden 23. Juni verwandelt sich Porto in ein buntes Meer aus Fahnen, Gerlanden und Lampions. Denn dann ist das Fest de Sao Joa, das Stadtfest Portos.

Überall auf der Straße, aber vor allem im Stadtzentrum, feiern die Menschen dann Partys und machen Musik. Es gibt Konzerte und Wettkämpfe, wie etwa über Feuer laufen. Die Stimmung ist fröhlich und ausgelassen, fast schon verrückt.

Die Stadt ist übrigens schon Tage vor dem Fest bunt geschmückt. Es lohnt also schon, ein bis zwei Tage eher zu kommen.

Verrückt sind auch die für das Fest typischen Traditionen. Überall wirst du von fremden Leuten mit Knoblauchzehen oder kleinen Plastik-Hämmern beworfen. Bis heute hab ich noch nicht ganz genau herausgefunden, was es damit auf sich hat. Aber es hat wohl etwas damit zu tun, dass man Leute bewirft die man liebt oder attraktiv findet. Also aufgepasst 😉

10. Erkunde den Douro auf einem Boot

Porto erkundest du eigentlich am besten zu Fuß. Lasse dich einfach treiben, verirre dich in den engen Gassen und entdecke dabei jedes mal etwas Neues. Wenn du aber doch irgendwann mal genug hast vom vielen Umherlaufen, dann ist eine Bootstour genau das Richtige.

Ein Boot fährt entlang des Douro in Porto.

Entdecke die Ufer Portos vom Boot aus.

Einer der bekanntesten Anbieter ist Douro Azul. Mit der „Brücken Tour“ etwa, erkundest du alle 6 Brücken entlang des Douro und fährst auch entlang des Ufers an der Ribeira.


Porto Einheimische alte Dame

Die alteingesessenen Einheimischen werden dich zwar argwöhnisch anschauen, aber die Portugiesen sind trotzdem ein sehr gastfreundliches Volk.

Warst du schon mal in Porto und hast noch gute Porto Tipps? Dann scrolle runter und lass mir einen Kommentar da.

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