Gefährliche Tiere in Australien

Warum es in Australien tödlicher ist im Bett zu liegen, als einem gefährlichen Tier zu begegnen

update 3.11.2019 | in Australien, In die Natur | von | 10 Kommentare

Verrückt. Was ist noch gefährlicher als giftige und gefährliche Tiere in Australien? Die Antwort auf diese Frage ist kurios aber wahr. Du wirst sie trotzdem kaum glauben.

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SpinnenSchlangenQuallen. Hinzu kommen noch Haie und Krokodile. Schon beim Lesen dieser Tiergattungen, fährt so manchem eine Gänsehaut über den ganzen Körper.

Viele haben vor ihrer Reise nach Australien Bedenken wegen der großen Anzahl giftiger und gefährlicher Kreaturen, die in allen Ecken und Winkeln des Landes herumkreuchen und -fleuchen.

Und in der Tat leben in Australien die giftigsten Tiere der Welt.

Giftige Tiere Australien: Das sind die 10 gefährlichsten Tiere in Down Under

Einen großen Bogen solltest du hauptsächlich um diese Gesellen hier machen:

1. Box Jellyfish/Würfelqualle

Avispa marina.jpg
Avispa marina“ von Guido Gautsch, Melbourne, Australia

2. Blue-ringed Octopus

Blue Ringed Octopus
Blue Ringed Octopus by Tom Weilenmann, on Flickr

3. Stone Fish

Stonefish hiding in the sand
Stonefish hiding in the sand by prilfish, on Flickr

4. Redback Spider

Redback
Redback by Jim, on Flickr

5. Funnelweb Spider

Die gefährlichste davon lebt in der Region in und um Sydney.

Sydney Funnel-web Spider
Sydney Funnel-web Spider by Jurgen Otto, on Flickr

6. Brown Snake

Green Gully Track walk, Oxley Wild Rivers NP
Eastern Brown Snake by Brian Piper, on Flickr

7. Tiger Snake

Tiger Snake
Tiger Snake by Alan Couch, on Flickr

8. Weißer Hai

Incoming
Incoming by michael fontenot, on Flickr

9. Taipan

Die giftigste Schlange der Welt.

Inland Taipan, the World's Deadliest Snake
Inland Taipan, the World’s Deadliest Snake by Matthew Klein, on Flickr

10. Salzwasser Krokodile

Saltwater Crocodile (Crocodylus porosus)
Saltwater Crocodile (Crocodylus porosus) by Bernard DUPONT, on Flickr

Gefährliche Tiere in Australien? Wen juckt’s!

Doch ich kann Dich beruhigen. Lass dich nicht von der ganzen Panikmache und all den Geschichten über tödliche Zwischenfälle mit dem australischen Wildleben fertig machen. Das ist meist total übertrieben.

Es ist sehr unwahrscheinlich, vielen dieser Tiere überhaupt jemals zu begegnen. Und mit ein bisschen gesundem Menschenverstand kannst du ein Aufeinandertreffen mit den Kreaturen auf dieser Liste vermeiden.

Folgende einfache Dinge kannst du dafür unternehmen:

  • Stampfe mit den Füßen auf den Boden, wenn du irgendwo im Dschungel herum läufst. Denn Schlangen hören nicht. Sie spüren aber Vibrationen sehr stark und verschwinden lieber, als sich mit anderen anzulegen.
  • Gehe in der Regenzeit in den tropischen und subtropischen Klimazonen nicht ins Wasser, bzw. nur da, wo es Quallen-Fangnetze gibt.
  • Gehe in Krokodilzonen nicht ins oder ans Wasser, besonders nicht beim Campen an Flüssen oder ähnlichem.
  • Achte beim Surfen auf Haiwarnungen. Für Western Australia gibt es dafür auch eine Website: www.sharksmart.com.au.
  • Schwimme zwischen den Flaggen, damit dich die Strandwache im Auge behält.
  • Überprüfe auf öffentlichen Toiletten erst, ob nicht irgendwo eine der gefährlichen Spinnen rumhängt.
  • Lasse beim Campen kein Essen oder Müll draußen liegen.
  • Gehe am besten zum Schwimmen, Surfen oder Tauchen nie alleine.
  • Schlafe im Auto, wenn du an gefährlicheren Orten campen gehst.
  • Beachte die Warnschilder.

Daintree
In manchen Regionen gibt es Quallen in der Regenzeit, wie hier im Daintree Rainforest.

Pferde, Wasserrohre und Bienen sind gefährlicher

Du wirst es vielleicht nicht glauben, aber in Australien sterben jährlich mehr Menschen z.B. beim Reiten auf Pferden, durch das Anfassen von heißen Wasserrohren oder durch Honigbienen, als durch giftige Tiere.

Woher ich das weiß?

Ich habe mir den Bericht Causes of Death des Australian Bureau of Statistics (ABS) angeschaut. Du kannst dich mit einem Klick auf den Link selbst davon überzeugen. Die aktuellsten Statistiken sind aus dem Jahr 2018. Das Excel-File mit allen Details findest du hier (“Underlying causes of death – Australia”).

Vorsicht vor Betten und Stühlen!

Beim Lesen des Excel-Dokumentes fiel mir etwas total absurdes auf: Im Jahr 2018 sind tatsächlich Menschen durch das Herunterfallen aus Betten umgekommen. Und zwar nicht gerade Wenige. Ganze 83 Todesfälle zählt die Statistik!! (übrigens: Im Jahr 2012 waren es nur 65)

Naja. Beim Blick in so manchen Hostel-Dorm wundert mich das nicht wirklich.

Things are Getting Rough
Hostel Dorm © Katie Brady, on Flickr

Im Vergleich dazu gab es “nur” 17 Todesfälle durch den Kontakt mit giftigen Tieren und Pflanzen. Das sind insgesamt nur 0,01% aller Todesfälle. Dabei sind 9 Todesfälle durch giftige Schlangen und Eidechsen und 8 Todesfälle durch Bienen und Wespen entstanden. Spinnen sind für keinen einzigen Todesfall verantwortlich.

Auch Krokodile haben 2018 keine Todesopfer gefordert (übrigens: 2012 war es eine Person). Der Kontakt mit im Wasser lebenden Tieren führte 2018 zu 2 Todesfällen.

Kurios: Neben Betten sind auch Stühle wesentlich gefährlicher als alle giftigen Tiere in Australien. 39 Menschen sind 2018 in Australien beim Fallen von einem Stuhl gestorben.

Schon sehr skurril. Die höchstwahrscheinlich giftige Schlange, die ich nachts auf dem Zeltplatz im Kakadu Nationalpark gesehen habe, war ungefährlicher als der Stuhl auf dem ich zu diesem Zeitpunkt saß. Rein statistisch gesehen natürlich.

Fazit über giftige Tiere in Australien

Die Botschaft des Artikels hier ist nicht, dass du dir mehr Sorgen um Betten und Stühle machen solltest, als um Krokodile, Spinnen, Haie und Co. Aber zu viele Sorgen, solltest du dir um diese Tiere auch nicht machen, wenn du nach Australien reist. Wenn du die Tipps am Anfang des Artikels beachtest und deinen gesunden Menschenverstand benutzt, dann wird dir nichts passieren.

Giftige Tiere sollten dich nicht von einer Reise nach Australien abhalten. Denke dran: Immer entspannt bleiben und nicht so viel Angst haben. Hier findest du alle meine Tipps und Artikel zu Australien.

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Welche Erfahrungen mit gefährlichen Tieren hast du schon gemacht? Schreib es in die Kommentare.

Einstiegsbild: Great White Shark Cage Diving by Hermanus Backpackers, used under CC BY, text layers added.

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10 Antworten auf Warum es in Australien tödlicher ist im Bett zu liegen, als einem gefährlichen Tier zu begegnen

  1. freidenker sagt:

    Cooler Artikel!
    Hat mir geholen die Angst zu nehmen.
    LG

  2. Anonymous sagt:

    So genau stimmt das nicht. Die Panikmache ist nicht unberechtigt. Es sind 1. Viel mehr Menschen durch diese giftigen Tiere umgekommen und 2. Sollte man so ein Land nicht schön reden. Es gibt viel mehr als nur giftige Tiere die das Land gefährlich machen, das wird nur anders dargestellt durch die Medien. Ein logischer Gedanke und fertig. Australien macht einen riesen Gewinn durch Urlauber und “Abenteurer”, da ist es klar das sie das Land als möglichst harmlos dastehen lassen, als es eigentlich ist. Ich war in Australien und ich selbst habe in einem Krankenhaus von 2 Menschen gehört die von einer Trichternetzspinne gebissen und umgekommen sind, weil die Hilfe zu spät kam.

    • Matthias sagt:

      Okay. Deine Meinung. Kann ich so aber nicht bestätigen. Würde an deiner Stelle nicht so viel auf Gerüchte hören sondern auf die Statistiken. Und laut denen ist es wahrscheinlicher vom Bus überfahren zu werden also von einem Spinnenbiss zu sterben.
      Aber für den unwahrscheinlichen Fall, dass man doch von einer Spinne gebissen wurde, gibt es hier gute Informationen.

  3. Anonymous sagt:

    Hallo, Danke für deinen tollen Artikel ….auch ich habe etwas Angst oder besser gesagt großen Respekt vor den gefährlichen Tieren , dennoch reizt mich dieses wunderschöne Land…durch deinen Artikel geht es mir ein wenig besser und ich werde versuchen es gelassen zu sehen und dennoch vorsichtig zu sein . Herzlichen Dank

  4. Gerhard sagt:

    Also, ich bin in den letzten 35 Jahren 6 oder 7 mal in Australien gewesen, teils in den Städten, aber auch über Land gefahren. Natürlich gibt es dort einen Haufen unangenehmer Tiere und daher sollte man immer Vorsicht walten lassen (ich habe in einem Grossstadthotel selbst erlebt dass in meinem gemachten Bett ein seltsames Tier Platz genommen hatte, weiß bis heute nicht was es war aber die Hotelmanagerin hat es totgespritzt, was mir auch leidtat denn die Tiere waren dort wohl schon immer heimisch nur der Mensch kommt und verdrängt sie überall). Wenn man aber normale Vorsichtsmaßnahmen beachtet geschieht einem in der Regel nichts. Beispiel: ich sah mich Aug in Auge mit einer Wasserschlange. Die sind zwar neugierig aber harmlos solange man sie nicht reizt. Ich war zur Salzsäule erstarrt, sie schwamm um mich herum und weg war sie. Wirklich aufpassen muß man nur in Queensland, denn dort gibt es fast alles was so kreucht und fleucht, und Stampfen auf den Boden macht einen Taipan nur neugierig, wegkriechen wird er eher nicht, denn er ist ein Territorialtier, “sein” Gebiet verteidigt er, also schön vorsichtig sein. Das Land entschädigt aber durch seinen eigenartigen Reiz.

    • darius sagt:

      kannst du mir eine sache beantworten? hast du wirklich 0 bewegungen gemacht also dich sozusagen totgestellt, oder besteht dann die gefahr dass die schlange einen als leichtes opfer ansieht wo man reinbeißen kann und würgen (je nachdem welche wasserschlage) oder hast du nur die nötigsten bewegungen gemacht um an der wasseroberfläche zu bleiben? danke schonmal

    • Matthias sagt:

      Hi Gerhard. Danke für deinen Kommentar und den Tipp mit dem Taipan.

  5. Eric Hoyer sagt:

    Hallo, ich war drei Jahre in Australien, ich habe keine Schlange gesehen, aber Spinnen, mehr wie Vögel. Ich wohnte in Sydney (1 Jahr)bei einer Familie in Frenches Forrest, dort nahm ich eine Redbach auf meine Hand der Junge bekam Panik. Wesentlich gefährlicher sind die größeren Spinnen. Bruno und ich Eric waren in einem Zimmer in dem Camp für Einwanderer, ich war wach und Bruno schlief, da kam Bruno Besuch von einer behaarten Spinne ca. 5 cm groß, die war gerade auf der Bettdecke von Bruno, ich weckte Bruno auf und sagte du bekommt Besuch, er regierte noch nicht, dann sah er die Spinne und war mit einem Satz aus dem Bett und haute die Spinne sicherlich zehn mal tot. Er Hielt es im Lager nicht mehr aus und wollte sofort nach Sydney, Wir nahmen den Nachzug gegen 23:00 Uhr und kamen am 1. September in der Frühe an (1. September ist Frühlingsanfang) Ich Schlief im Gras wenn ich müde war, auf einem Berg in Canberra (2 Jahre)und lebe noch, In einem Tal südlich von Sydney bin in von Farnhaufen zu Farnhaufen gesprungen und sah reichlich Spinnen, dort gab es Blutegel. Aber schlimmer sind die großen Ameisen. und noch schlimmer ist der Pazifik vor Manly wenn du abgetrieben wirst. In meinen Zimmer habe ich keine Spinnen gehabt.Ich war viel in der Natur und habe mal auf zehn m ² mehr als 15 vers. Blumen gezählt. Du solltest bei einem Gewitter in Australien wirklich guten Schutz in einem festen Haus wählen, Keine Gefahr suchen und nicht leichtsinnig mit Leuten dich auf gefahrvoller Weise dich zu verhalten. Eric

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