Surfers Paradise in der Gold Coast in Australien

Surfers Paradise: Das Paradies, das gar keins ist

Surfers Paradise! Hört man diese zwei Wörter, denkt man vielleicht an eine kleine Tropeninsel mit Palmen, Hängematten und Wahnsinns-Wellen. Ein ganz entspanntes Paradies für Surfer eben. Doch der Stadtteil Australiens’ sechst größter Stadt Gold Coast, über den ich hier schreibe, ist genau das Gegenteil von entspannt.

Überteuert. Überfüllt. Überbewertet. Das trifft wohl eher auf den bekanntesten Stadtteil der Gold Coast zu. Und vor allem auch oberflächlich. Zugegeben, wenn man das erste mal hierhin fährt, sind die extrem vielen, aneinander gereihten Wolkenkratzer direkt am Strand schon recht beeindruckend. Und auch beim Blick vom höchsten, bewohnten Wolkenkratzer der Welt, hinunter auf den Strand und die endlose Küste, bleibt einem die Spucke im Halse stecken. Doch das war es auch schon.

Denn die Gebäude hier sind fast alles Hotels, Reihe an Reihe. Zwischendrin findet man viele Clubs, Bars, Restaurants und Shoppingmeilen. Außerhalb des Zentrums türmen sich Themeparks auf, wie z.B. die Warner Brothers Movie World oder Dreamland. Durchzogen ist die gesamte Stadt mit Kanälen. Es gibt hier sogar mehr Kanäle als in Venedig. Doch alles wirkt extrem künstlich und touristisch. Die Szenerie erinnert mich irgendwie ein wenig an das schon etwas ältere Brettspiel “Hotel” von Parker (falls das noch jemand kennt).

Surfers Paradise
Hotel neben Hotel, neben Hotel, neben Hotel…

Vom Badeort zur Touristenmetropole

Einst war die Gold Coast ein wunderschöner Strich Küste. Es gab hier mehrere, kleine, voneinander unabhängige Orte. 1933 entstand Surfers Paradise. Aus Marketingsicht war dieser Name ein Geniestreich und spiegelte auch direkt die typische Strandkultur dieser Zeit wieder. Es kamen sowohl Surfer als auch Strand-Enthusiasten in die Region. Im Laufe der Zeit nahm die Zuwanderung stark zu. Auch immer mehr Besucher, vor allem aus dem eigenen Land, entdeckten dieses Stückchen Küste für sich. Mehr Hotels mussten gebaut werden, noch mehr Leute zogen her.

Surfers Paradise
Surfers Paradise Strand.

Die Küste ist immer noch wunderschön, doch die Gold Coast ist mittlerweile zu Australiens größtem Touristenort, mit jährlich 10 Millionen Besuchern, mutiert und auch bei Rentnern sehr beliebt. Das Paradies, dass der Ort einst wohl sogar war, ist längst nicht mehr vorhanden.

Surfen in Surfers Paradise

Trotzdem lässt es sich hier tatsächlich ganz gut surfen. Speziell für Anfänger sind die Wellen super geeignet und einige Surfschulen bieten deshalb regelmäßig Kurse an. Aber Wellen sind eben nur ein Bestandteil eines Surfers Paradise. Profi-Surfer gehen mittlerweile sowieso lieber nach Coolangatta, einem entspannteren Stadtteil ganz im Süden von Gold Coast. Es gibt hier einige im ganzen Land berühmte Spots wie etwa Snapper Rocks oder Dunbah. Allein den Profis hier nur Zuzuschauen ist schon ein Erlebnis.

Von Coolangatta aus, kann man die Skyline von Surfers Paradise zudem aus sicherer Entfernung beobachten.

Surfers Paradise
Blick auf Surfers Paradise von Coolangatta aus.

Bilder von der Gold Coast

Video von Surfer’s Paradise

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2 Antworten auf Surfers Paradise: Das Paradies, das gar keins ist

  1. St.P sagt:

    Ok.überzeugt dort werden wir dann doch nicht unseren Ruhestand verbringe.Bleiben wir eben in “Törbsch”.

  2. […] Strand entlang der Stadt Goald Coast ist ewig lang. Am schönsten ist er aber an dessem südlichen Zipfel Rainbow Bay im Stadtteil […]

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