Vineyard work Belnheim

So findest du einen Job in Neuseeland

25.02.2014 | update 6.02.2015 | in Neuseeland, Neuseeland Reisetipps | von | 1 Kommentar

Eine Reise für einen längeren Zeitraum beansprucht schon ganz schön die Reisekasse. Gerade Leute die Work&Travel machen, wissen das nur zu gut. Kein Wunder, dass diese Reisenden auch immer auf der Suche nach Gelegenheitsjobs sind. Dabei ist bei den meisten eigentlich alles willkommen, selbst wenn man nur eine kostenlose Unterkunft für ein paar Stunden Arbeit als Gegenleistung erhält. Ich selbst war in Neuseeland auch in dieser Situation und fasse hier einmal aus eigener Erfahrung zusammen, wie man unterwegs an Jobs kommt oder nebenbei etwas Geld verdienen kann.

Die wahrscheinlichsten Arbeiten sind saisonale Arbeiten wie Fruit picking und Jobs in der Tourismus-Industrie, vor allem in Cafés, Restaurants, Hostels und Hotels („Hospitality“). In den seltensten Fällen verdient man dabei mehr als den Mindestlohn von 12,50 Dollar. Mit speziellem Fachwissen hat man aber auch gute Chancen auf höherwertige Stellen.

1. Online-Plattformen

Für viele sind Online-Jobbörsen die erste Anlaufstelle. Auch für Backpacker in Neuseeland gibt es da einige interessante Angebote:

Jobs für Backpacker und saisonale Arbeit:

backpackerboard.co.nz
seasonalwork.co.nz
www.seasonaljobs.co.nz

Jobangebote für ausländische Fachkräfte:

www.workingin-newzealand.com
www.newkiwis.co.nz
www.workhere.co.nz

Allgemeine Jobbörsen:

trademe.co.nz
seek.co.nz
indeed
myjobspace.co.nz
Die Work and Income Jobsuche
www.workpool.co.nz

Viele weitere nützliche Links zu speziellen Jobbörsen in Neuseeland, findet ihr auf der carrers.govt.nz-Website.

2. Recruitment Agency

Eine Recruitment Agency ist nichts weiter als eine Firma die Arbeit vermittelt. Davon gibt es ziemlich viele, vor allem in den größeren Städten Auckland, Wellington und Christchurch. Hinzu kommen kleinere lokale Vermittlungsagenturen in den kleineren Orten. Am besten man gibt auf Google einfach „Recruitment Agency“ und den entsprechenden Ort ein, und schon wird man fündig.

Bei diesen Agenturen muss man sich registrieren. Entweder direkt vor Ort in einem Büro, oder wenn möglich, online. Dazu gibt man im Prinzip seine persönlichen Daten und seine Erfahrungen und Ausbildung an. Manche Agenturen spezialisieren sich auf bestimmte Bereiche wie z.B. Engineering oder Construction Work.

Es kann durchaus etwas bringen, sich bei einer solchen Agentur zu bewerben. Ich selbst hatte über recruitment agencies 2 Jobs bekommen. Einer in einem Café am Flughafen in Nelson und einer in einer Fabrik in Christchurch. Beides lief über Adecco. Es macht aber auch nichts, wenn man sich bei mehreren Agenturen gleichzeitig bewirbt.

Hier ist eine Liste von ein paar der größeren Arbeitsvermittlungs-Agenturen:

Adecco
Haben Büros in den größeren Städten. Suche nach Regionen möglich.

Advanced Personnel
Vermittlungsagentur für bestimmte Branchen wie: „engineering“, „roading“, „stores/warehousing“ und „building and construction“.

awf
Speziallisiert auf Jobs in der Region Christchurch.

Beyond Recruitment
Vermittlungsagentur für „IT“, „accounting“, „marketing“, „communications“, „telecommunications“, „engineering“ und für Regierungs-Positionen.

Enterprise Recruitment
Vermittlungsagentur für verschiedenste Branchen.

Extrastaff
Spezialisiert auf die 6 Bereiche: „Trades and Construction“, „Manufacturing“, „Labour Hire“, „Hospitality“, „Office“ und „Health“.

Fosterra
Fokkussiert auf Vermittlung von Jobs in technisch orientierte Firmen auf der Südinsel

Frog Recruitment
Allgemeine Vermittlungsagentur.

Hudson
Allgemeine Vermittlungsagentur.

Kelly
Vermittlungsagenture auch mit Angeboten für kurzfristige Arbeit und Teilzeit-Stellen.

Kinetic Recruitment
Vermittlungsagenture auch mit Angeboten für kurzfristige Arbeit und Teilzeit-Stellen.

Lawson Williams Consulting Group
Allgemeine Vermittlungsagentur.

Martin Personnel
Allgemeine Vermittlungsagentur.

Momentum
Spezialisiert auf 10 Bereiche, eingeschlossen „communications“, „finance“, und „bicultural employment“.

OCG
Vermittlungsagentur für die größeren Arbeitsregionen in Neuseeland.

Salt
Allgemeine Vermittlungsagentur.

3. Im Hostel fragen

Hostels leben von Backpackern. Nicht nur als Gäste, sondern auch als Personal. Denn oftmals bekommen Backpacker Jobs in Hostels und können als Gegenleistung kostenlos übernachten und die Einrichtungen nutzen. Das ist recht lukrativ für die Hostels, denn Sie müssen niemanden einstellen, der ein festes Gehalt verlangt. Andererseits ist es aber auch praktisch für Backpacker, denn Sie müssen am Tag meist nur 2 bis 3 Stunden arbeiten und können den Rest des Tages für ihre Freizeit nutzen oder sich andere Teilzeitjobs suchen.

Hogwartz Hostel

Der Aufgabenumfang ist dabei recht vielfältig. Vom Betten machen, über Bad und Küche putzen, Staubsaugen bis hin zu Gartenarbeit oder Arbeiten an der Rezeption. Um einen solchen Job zu finden, reicht es oft aus, direkt zum Hostel zu gehen und einfach nachzufragen ob gerade Bedarf besteht. Dafür braucht man in der Regel auch keinen Lebenslauf. Es ist aber natürlich von Vorteil, wenn man schon Erfahrung in anderen Hostels gesammelt hat und das auch sagt. Außerdem sollte man den Hostel-Besitzern immer auch irgendwie vermitteln, dass man nicht nur für ein paar Tage bleibt, sondern für längere Zeit. Selbst wenn man das gar nicht vorhat. Denn die möchten logischerweise nicht alle paar Tage neue Leute suchen müssen. Ich habe mich auch öfter per E-Mail beworben, wenn ich z.B. in einer anderen Stadt war und weiterziehen wollte. Ein bisschen Glück, ob gerade ein Platz frei ist, ist aber natürlich immer mit im Spiel.

4. Andere Backpacker nach Kontakten fragen

Als wichtige Quelle erwiesen sich bei mir vor allem auch gleichgesinnte Reisende. Vor allem wenn man in einen neuen Ort kommt, gibt es schon Leute die dort Erfahrungen und vor allem auch Kontakte haben. Warum also nicht diese Erfahrungen und Kontakte nutzen? So bekam ich z.B. einst in Nelson einen Job in einem Restaurant als Kellner, weil mich Backpacker, die im gleichen Hostel wie ich waren, bei ihrem Chef empfohlen haben. Oftmals haben aber andere auch gute Tipps, wo man in der Stadt mal nachfragen könnte, oder wo man lieber nicht hingehen sollte. Die Konversation ist hier der Schlüssel zum Erfolg. Andererseits ist es für mich aber auch selbstverständlich, dass ich anderen Backpackern helfe, wenn diese neu sind, oder fragen haben: Nicht nur nehmen, sondern auch geben. Damit fährt man meiner Meinung nach im Allgemeinen am besten.

5. Fruit Picking

Ein sehr beliebter Backpacker-Job ist das Fruit-Picking. Und zu pflücken gibt es in Neuseeland einiges: Kiwis, Weintrauben, Äpfel – um nur einige Sorten zu nennen. Doch wer jetzt denkt, dass man beim Fruit Picking frohlockend und fröhlich pfeifend mit einem geflechteten Holzkorb über Erdbeerfelder hüpft, dem muss ich leider jede romantische Vorstellung davon rauben. Denn Fruit Picking ist harte, körperliche Arbeit. Auch ich hab das am Anfang unterschätzt. Man steht 8 Stunden, manchmal mehr, auf dem Feld, muss immer wieder die gleichen Bewegungsabläufe durchführen, und das bei Wind und Wetter. Oftmals wird man pro Stück bezahlt, was zwar gut klingt, aber meist nicht gut ist. Denn den gesetzlichen Mindestlohn von 12,50 $ die Stunde übersteigen dabei nur die Wenigsten.

Fruit picking

Fruit Picking ist natürlich auch saisonabhängig. Zu verschiedenen Jahreszeiten, gibt es verschiedene Arbeit in den verschiedenen Regionen. Während man z.B. im Herbst noch Weintrauben pflückt, muss man im Winter die Weinpflanzen mit einer Gartenschere zurechttrimmen. Alle Informationen zu den Anbaugebieten und den Möglichkeiten in diesen zu bestimmten Jahreszeiten Jobs zu finden, bietet die sehr gut gemachte Website www.picknz.co.nz

6. In Cafés und Restaurants fragen

Besonders im Sommer, wenn die ganzen Touristen kommen, braucht die Tourismus-Industrie Arbeiter. Speziell Cafés und Restaurants hängen dann „Staff Wanted“-Schilder an ihre Lokal-Fenster. Das beste Mittel um in Neuseeland einen Job in einem dieser Lokale zu bekommen, ist der persönliche Kontakt: einfach hingehen, mit einem kurzen Lebenslauf auf dem die bisherigen Erfahrungen drauf stehen, und nachfragen ob man dort arbeiten kann. Die Ladenbesitzer haben es dabei gerne unkompliziert und möchten sich gleich ein Bild von dir machen. Wenn Interesse besteht, wird man meist zum Probearbeiten eingeladen.

7. Wwoofing

Jeder Work&Travel-Reisende kennt Wwoofing. Trotzdem nochmal kurz erklärt: Beim Wwoofing bieten Neuseeländer Reisenden Unterkunft und Verpflegung an. Im Gegenzug müssen diese irgendwelche Arbeiten für ein paar Stunden am Tag bei Ihnen verrichten. Was das genau ist, hängt sehr vom Woofing-Platz ab. Die meisten Wwoofing-Plätze bekommt man auf Öko-Farmen und Bauernhöfen. Daher kommt auch der Name WWOOF (world wide opportunities on organic farms). Aber auch immer mehr Hostels oder Familien bieten mittlerweile Wwoofing an. Das ganze ist ein weltweiter, gemeinnütziger Verbund von Biobauernhöfen mit Sitz in England.

Das Wwoofen hat den Vorteil, das man dadurch die Möglichkeit hat, sein Working Holiday Visum für Neuseeland um 3 Monate zu verlängern. Dafür muss man aber auch mindestens 3 Monate an solchen Stellen arbeiten. Um Wwoofing zu machen, braucht man aber andererseits nicht zwingend ein Working Holiday Visum. Auch mit einem Touristenvisum ist das möglich.

Um am Wwoofing teilzunehmen, muss man sich in Wwoofing-Büros oder online anmelden. Das kostet eine einmalige Anmeldegebühr von 40$. Man erhält dann Zugang zu der Wwoofing Online-Plattform mit den Profilen der Wwoofing-Stellen. Da Woofing jeder kennt ist es aber besonders bei den gut bewerteten Woofing-Stellen schwierig geworden einen Platz zu finden. Das A und O ist hier das rechtzeitige Bewerben und ein bisschen Glück braucht man auch.

8. Wwoofing-Alternativen

Nicht alle Arbeiten-für-Unterkunft-Plätze muss man über Wwwoofing ergattern. Denn es gibt auch noch andere Plattformen, die vom Prinzip her ganz ähnlich aufgebaut sind. Diese sind aber weit weniger bekannt als Wwoofing und damit sind die Plätze auch oft einfacher zu bekommen.

Help Exchange

Eine Plattform die ich auch selbst benutzt habe ist Help Exchange. Diese bietet wie Wwoofing viele Stellen auf Farmen in ganz Neuseeland an, aber auch Cafés, Hostels oder Familien sind dabei. Mir fiel auf, dass es einige wenige Stellen bei Help Exchange auch bei Wwoofing gibt, aber die meisten sind nur über Help Exchange erreichbar. Um bei Help Exchange mitzumachen, braucht man ein Konto. Während man mit einem kostenlosen Account nur ein Profil anlegen und sich von Hosts kontaktieren lassen kann, ist es bei einem kostenpflichtigen Account möglich auch selbst Hosts anzuschreiben, was wesentlich mehr bringt. Eine solche Mitgliedschaft kostet 20 Euro und hält für 2 Jahre. Ich fand damals eine Stelle auf einer Farm, die gleichzeitig ein Pub war, in den Southlands. Es war eine sehr interessante Erfahrung, da ich die Möglichkeit hatte mit echten Neuseeländern in Kontakt zu kommen und zu sehen wie diese Leben.

Southlands Bar

FHINZ

Noch eine solche Plattform ist FHINZ (Farm Helpers in New Zealand). Wie der Name schon sagt, ist das fast genauso wie Wwoofing, nur das die Farmen nicht organisch sein müssen. So bekommt man hier also auch Stellen auf großen Landwirtschaftsbetrieben für Schafe, Rinder, Schweine usw., meist auch in recht abgelegenen Regionen Neuseelands. Insgesamt gibt es hier etwa 350 Farmen über ganz Neuseeland verteilt. Um Mitglied zu werden, muss man das Booklet für 25 Dollar online bestellen.

9. Online arbeiten als Freelancer

Wer seinen eigenen Laptop dabei hat, und auch unterwegs über eine Internetverbindung verfügt (Surfstick), könnte auch Online-Freelance-Arbeit machen. Dabei handelt es sich um Programmierarbeiten, Designs, Übersetzungsdienste, Schreiben von Content usw. Verschiedene Auftraggeber machen auf Freelance-Plattformen im Internet Ausschreibungen, auf die man sich bewerben kann. Diese sind dabei sehr unterschiedlich. Manchmal bieten die Auftraggeber ein Festgehalt, manchmal erwarten Sie, dass man einen Stundenlohn nennt und manchmal geben sie auch gar nichts an und man muss das direkt mit Ihnen verhandeln. Ob man den Auftrag bekommt, hängt aus einer Kombination von den eigenen Fähigkeiten und dem Preis ab. Oftmals bewerben sich viele Leute auf die gleiche Ausschreibung, so dass sich der Auftraggeber den seiner Meinung nach am besten geeigneten Bewerber raussuchen kann.

Um mitzumachen braucht man ein Profil mit seinen persönlichen Daten und einem Lebenslauf. Dieser ist hier sehr wichtig, denn anhand dieser Daten entscheiden die Auftraggeber, ob sie dir einen Auftrag geben oder nicht. Es gibt zahlreiche solche Online-Plattformen. Folgende Liste ist nur eine kleine Auswahl der bekanntesten:

ODesk
Twago
Guru
Elance
peopleperhour

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