South Australia

South Australia – Into the Wild and the Waves

14.05.2014 | update 8.01.2016 | in Australien, South Australia | von | 1 Kommentar

Westlich von Adelaide wird es ruhig in Australien. Ziemlich ruhig. Ab Port Augusta nimmt die Einwohnerzahl erheblich ab. Die Abstände von einem zum nächsten Wohnort nehmen dafür zu. Doch auch in dieser Abgeschiedenheit gibt es grandiose Orte wie etwa Cactus Beach, ein Mekka für Surfer auf der ganzen Welt.

Was mir sofort in diesem Landstrich auffiel war, dass sich die Autofahrer wirklich immer gegenseitig grüßen. Dabei ist es allerdings eher eine Seltenheit, dass man hier einem Auto begegnet. Je weiter man in den Westen vordringt, desto weniger Verkehr gibt es auf den Straßen. Der Gruß hat deshalb wohl so eine Bedeutung wie „Ach, noch so ein Verrückter wie ich, der hier durchs Niemandsland tuckert.“ Man bezeugt sich gegenseitig Respekt.

Ein teurer Roadtrip

Es kann hier schon mal vorkommen, dass man zwischen 2 Orten (die meist nur aus einem Haus oder einer Tankstelle bestehen) 200 Kilometer durch die Landschaft fährt. Dementsprechend teuer ist hier auch der Sprit. 1,96 AUS pro Liter sind noch billig. Meist zahlt man mehr als 2 Dollar (im Schnitt etwa 2,05 AUS pro Liter). Auch Telefon-Empfang ist hier eher unwahrscheinlich. Man sollte auf jeden Fall genug Wasser mit nehmen und vor einem Trip durch diese Wüste sein Auto checken.

Nullabor National Park

Die Landschaft ist geprägt von langen, geraden Straßen über karg bewachsene Felder, wie etwa den Nullabor Plains ganz im Westen von South Australia. Diese Wüste hat nicht viel zu bieten. Ab und an huschen nur ein paar Dingos über die Straße.

Südaustralien Nullabor Plains

Hier huscht nur ab und an ein Dingo vorbei.

Cactus Beach – Vielleicht die besten Wellen der Welt

Ein ganz besonderer Ort, in dieser sonst eher eintönigen Ödnis, ist der nicht ganz so einfach zu erreichende Cactus Beach. Bei Penong muss man abbiegen. Wagt man sich von hier mit seinem Auto das etwa 20 Kilometer lange Rummsfeld entlang Richtung Strand, so erwarten einen drei der berühmtesten Surfspots Australiens: „Cactus“, „Caves“ und „Castles“.

South Australia

Hier bilden sich Staus von Surfern auf dem Wasser, die auf die nächste Welle warten. Denn es gibt hier einen der besten right-hand-brakes der Welt: „Caves“.

South Australia

Etwas weiter südlich ist Point Sinclair. Hier befindet sich ein super Camping-Platz, auf dem auch viele Surfer zelten.

South Australia

Bunga Cliffs

Etwas weiter westlich führt der Highway wieder an die Küste. Hier erwarten einen aber keine Sandstrände, sondern ziemlich gefährliche Klippen: die Bunga Cliffs. Es gibt hier befestigte Aussichtspunkte. Aber immer wieder führen auch kurze Feldwege zu Parkplätzen direkt an den Felsen, wo man auch campen kann, was auch ich getan habe. Sich am Morgen am Rand der Klippen die Zähne zu putzen, mit Blick auf die einschlagenden Wellen, war schon etwas Besonderes.

South Australia

Achtung: Gemüsemafia

South Australia endet westlich am Border Village. Ein lustiger Fakt ist hier, dass man an der Grenze nach frischem Obst und Gemüse kontrolliert wird. Das darf man nämlich aus Quarantänegründen nicht nach Western Australia mitnehmen. Ich selbst musste auch meine erst frisch gekauften Zwiebeln und Kartoffeln dort lassen. Die Möhren hab ich aber wieder bekommen 😉

Bilder von South Australia

Video vom Cactus Beach

South Australia: Die Züge sind hier verdammt lang, und machen verdammt viel Lärm. Genauso, wie die vorbeirauschenden Züge, ist auch das Rauschen der Wellen am Cactus Beach: lang. Allerdings viel ruhiger und angenehmer. Ab und zu reitet auch ein Surfer vorbei. Nachzusehen in diesem Video:

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Eine Antwort auf South Australia – Into the Wild and the Waves

  1. […] Australias. Man muss zudem zunächst 20 km über eine ziemlich üble Schotterpiste fahren, um den Cactus Beach zu […]

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