Great Ocean Road in Australien

Die Great Ocean Road – Ein Roadtrip entlang der schönsten Küstenstraße der Welt

12.06.2016 | update 18.06.2016 | in Australien, Victoria | von | 2 Kommentaren

Sandstrände wie aus dem Reisekatalog, an die Küsten peitschende, von Surfern gesäumte Wellenmassen und kleine, idyllische Ferienorte entlang einer sich 243 km links und rechts windenden Straße – inklusive Koala-bespickter Eukalyptuswälder, aus dem Meer herausragender Steinformationen sowie dichter, smaragdgrüner Dschungel – Das alles ist die Great Ocean Road in einem Satz zusammengefasst.

Jährlich besuchen diesen fantastischen Landstrich im Südwesten von Melbourne etwa 6 bis 7 Millionen Touristen. Kein Wunder, denn die Route entlang der B100 führt durch eine äußerst abwechslungsreiche Naturlandschaft mit Strand- und Steil-Küsten sowie Dschungel, aber auch durch verschlafene Örtchen mit kleinen gemütlichen Cafés, Brauereien und Restaurants.

Great Ocean Road

Die herrliche Küste an der Great Ocean Road.

Hinter fast jeder Kurve erwartet dich ein neues Highlight mit malerischen Ausblicken und wenn du Glück hast, kannst du hin und wieder einige seltene Tiere erblicken.

Die besten Surfer der Welt

Die Great Ocean Road beginnt im Surfer-Mekka Torquay. Hier haben berühmte Marken wie RipCurl und Quicksilver ihren Ursprung. Jährlich um die Osterzeit findet am nahe gelegenen Bells Beach einer der renommiertesten Surf-Contests der Welt – der RipCurl Pro – statt. Dann messen sich die besten Surfer aller Nationen um die Krone im Olymp des Wellenreitens. Surf-Legenden wie Kelly Slater, Tom Curren, Carissa Moore oder Alana Blanchard geben sich hier die Hand.

Leider war ich selbst an einem Tag vor Ort, an dem es gerade keine guten Wellen gab, und der Contest auf den nächsten Tag verschoben wurde. Wenn du selbst bei diesem Event dabei sein willst, solltest du also lieber mehr als nur einen Tag einplanen. Trotzdem konnte ich ein bisschen von der legendären Atmosphäre aufsaugen.

Great Ocean Road

Bells Beach: Mekka für Surfer.

Koala-Spotting am Cape Otway

Etwa in der Mitte der Great Ocean Road befindet sich das Cape Otway, das du unbedingt auch besuchen solltest. Dort gibt es einen Leuchtturm, auf den du steigen kannst (Eintritt: 20 Dollar). Der Ausblick hier ist selbst bei stürmischem Wetter grandios.

Great Ocean Road

Blick in die Ferne vom Cape Otway Lighthouse.

In Erinnerung bleibt diese Sehenswürdigkeit bei vielen Touristen aber vor allem wegen den Koalas, die man auf der Straße zum Cape erspähen kann. Überall wo Eukalyptusbäume stehen, klettern diese putzigen Gesellen herum. Meistens aber beachten die Koala-Bären die unter ihnen herumstreunernden, fotografierenden Störenfriede gar nicht.

Koala am Cape Otway in Australien hängt in den Eukalyptusbäumen

Suchbild: Wer entdeckt den „bärigen“ Gesellen in den Eukalyptusbäumen?

Regenwald und Wasserfälle entlang der Great Ocean Road

Was ich am Anfang gar nicht vermutet hatte: Die Region um die Great Ocean Road ist immer wieder von Gebieten mit dichtem Regenwald durchzogen. Es gibt einige tolle Wanderpfade, die durch das Dickicht führen, vorbei an Farnen und riesigen, hohlen, teilweise bis zu 300 Jahre alten Bäumen. Einer der schönsten ist Maits Rest im Cape Otway Nationalpark (ohne Eintritt).

Im Hinterland der B100 kannst du zudem viele Wasserfälle erkunden, wie etwa die Erskine Falls, die Hopetoun Falls oder die Beauchamp Falls. Die ganze Region erinnerte mich stark an die Kauri Coast in Neuseeland.

Bilder von der Great Ocean Road

Die 12 Apostel

Jesus hatte sie und Australien hat sie auch: Die 12 Apostel. Bei denen in Australien handelt es sich allerdings um aus dem Wasser herausragende Felstürme, die sich an der Great Ocean Road in der Nähe des Örtchens Port Campbell befinden.

Diese 12 Apostel sind ein absoluter Besuchermagnet. Die Parkplätze an dieser Sehenswürdigkeit sind so gut wie immer überfüllt und regelrechte Horden von Touristen fotografieren, als ob es kein Morgen mehr geben würde. Und das zu Recht, denn der Ausblick ist einfach zu schön, als dass man ihn in Worte fassen könnte.

Great Ocean Road

4 der 12 Apostel an der Great Ocean Road.

Dabei sind es eigentlich gar keine zwölf, sondern nur noch acht Apostel. Die fehlenden vier sind seit ihrer Entdeckung eingestürzt. Das liegt an der ganz schön steifen Brise, die hier entlang weht und an den stark schwankenden Wetterbedingungen.

Es ist auch möglich sich die 12 Apostels vom Strand aus anzusehen. Dafür musst du etwa 1 km vom Parkplatz in Richtung Gibson Steps laufen und dort die Treppen hinunter gehen.

Gibt es noch etwas besseres als die 12 Apostel?

Eigentlich nein, aber es gibt einen Ort, etwas weiter westlich von Port Campbell, der ziemlich nah an die Ästhetik der 12 Apostel rankommt: die Bay of Martyrs (Bay of Islands Coastal Park).

Great Ocean Road

Weniger Touristen, fast genauso schön wie die 12 Apostel.

Auch hier ist der Ausblick phänomenal, aber die Aussichtsplattform weit weniger von Touristen überlaufen. Allgemein gibt es westlich der 12 Apostels immer wieder tolle Attraktionen, die nicht so sehr beachtet, aber auf jeden Fall einen Besuch wert sind, z.B. die „London Bridge“ oder „The Grotto“. Noch weiter westlich liegen die nicht weniger beeindruckenden Childers Cove, Sandy Cove and Murnanes Bay.

Beste Reisezeit für die Great Ocean Road

Die Great Ocean Road kannst du locker an zwei Tagen bereisen. Allerdings hast du dann nicht so viel Zeit, die einzelnen Attraktionen auch zu genießen. Ich selbst hatte mir vier Tage Zeit für die komplette Strecke genommen, und das war ausreichend.

Die Great Ocean Road ist eigentlich zu jeder Jahreszeit einen Ausflug wert. Abraten würde ich allerdings vom Reisen um Feiertage wie Weihnachten oder Ostern, denn dann bekommst du, ohne Tage im Voraus zu buchen, wirklich nirgendwo mehr eine Unterkunft. Außerdem ist es dann auch sehr überlaufen und selbst in Restaurants und Cafés musst du regelrecht um die Plätze kämpfen.

Video von der Great Ocean Road

Auch ein paar Video-Impressionen habe ich von der Great Ocean Road eingefangen.

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2 Antworten auf Die Great Ocean Road – Ein Roadtrip entlang der schönsten Küstenstraße der Welt

  1. Luke Chapman sagt:

    Awesome pics. Looks like you had a great time!

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