In der Stadt Faro in Portugal erwartet Euch unter anderem ein Raum voller Totenschädel

Faro – Totenschädel und Störche in der am meisten unterschätzten Stadt Portugals

3.04.2014 | update 13.03.2016 | in Portugal | von | 3 Kommentaren

Eine der am meisten unterschätzten Städte Portugals ist wohl Faro – die Zentrale der Algarve. Die Stadt ist zumindest einen Zwischenstopp für einen Tag wert. Aber Achtung, in Faro kann es gruselig werden: Denn hier steht eine makabere Kapelle, an deren Wänden man die Knochen und Totenschädel von über 1000 Mönchen aus dem 19. Jahrhundert entdecken kann. Es gibt aber auch weniger schaurige Dinge in Faro zu sehen.

Klapperstorch?

Da wären zum Beispiel die Störche. Faro scheint geradezu ein Domizil dieser langbeinigen Vögel zu sein, denn es gibt hier jede Menge davon. Und überall bauen Sie ihre Nester: auf Dächern, Kirchen, Glockentürmen, Schornsteinen und sogar Antennen. Dabei beobachten Sie die Menschen auf den Straßen und Plätzen unter ihnen genau. Bekommen die Einwohner der Stadt einfach zu viele Kinder? Wer weiß. Die Störche jedenfalls fühlen sich hier wohl.

Faro
Storch am Chillen auf Dach.

In Faro gibt es einen Flughafen für Billigflieger wie Ryanair und deshalb ist die Stadt für viele Touristen nur ein Durchreiseort. Dabei hat Faro im Vergleich zu anderen von Urlaubern überfluteten und mit Hotelketten überbauten Regionen in der Algarve ein typisch portugiesisches Flair und bietet neben Totenschädeln und Störchen auch ein paar andere interessante Spots im Zentrum der Stadt.

Cidade Velha

Mit seinen altehrwürdigen Gebäuden und den engen, mit Pflastersteinen bespickten Gassen und Plätzen auf denen saftige Orangenbäume gepflanzt wurden, hat Faros Altstadt, die sich innerhalb mittelalterlicher Mauern befindet, einen recht friedfertigen und ruhigen Charme.

Faro
Lust auf saftige Orangen?

Auf den Straßen, an Häusern und an Wänden findet man zudem überall detailreiche, blaue Azulejos – die von den Mauren stammenden, handgemalten, typisch portugiesischen Fließen. Wenn man so will, dann sind die Azulejos wohl sowas wie die Street Art des mittelalterlichen Portugals.

Faro
mittelalterliche Streetart aus dem Jahre 1269.

Sé Catedral

Mitten in der Altstadt auf dem Largo da Sé steht die aus dem 13. Jahrhundert stammende Kathedrale Faros mit ihrem großen, emporragenden Glockenturm. Im Laufe der Jahre wurde die Kirche immer wieder verändert und neu aufgebaut, weshalb hier viele verschiedene architektonische Stile zu sehen sind.

Faro
Der Glockenturm der Sé Catedral.

Igreja do Carmo

Diese Kirche ist ein imposanter Bau aus der Barockzeit im 18. Jahrhundert. Hervorstechend sind die beiden Glockentürme, in denen es sich ein paar Störche gemütlich gemacht haben. Beeindruckend ist auch der mit Gold kunstvoll verzierte Hauptaltar im Inneren der Kirche.

Faro
Goldaltar in der Igreja do Carmo.

Capela dos Ossos

Die „Knochenkapelle“ befindet sich direkt hinter der Igreja do Carmo und ist eine etwas skurrile Sehenswürdigkeit. Am Eingang begrüßen einen die Worte:

„Halte einen Moment inne, und bedenke, dass Du diesen Zustand erreichen wirst.“

Wenn man dann den nachfolgenden Raum betritt, dessen Wände mit den Knochen und Schädeln von über 1000 Mönchen wie ein Mosaik kunstvoll zusammengesetzt wurden, lässt einem das schon einen kleinen Schauer über den Rücken laufen. Es wirkt geradezu, als ob man von den Toten beobachtet wird. Die Knochenkapelle soll an das Vergängliche und Unbeständige in der Welt erinnern.

Faro
Die betrüblich grausigen Blicke der tausend toten Mönche.

Karte von Faro


Karte im Vollbild

Bilder von Faro

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3 Antworten auf Faro – Totenschädel und Störche in der am meisten unterschätzten Stadt Portugals

  1. […] wie in Faro, gibt es auch hier in Évora eine Knochenkapelle. Diese hier ist noch viel größer und auch viel […]

  2. […] im Laufe des Tages die, alle recht zentral gelegenen und gut zu erreichenden Sehenswürdigkeiten Faros […]

  3. […] in Schornsteinen, auf Dächern, in Kirchentürmen und sogar auf Antennen. Also, einfach mal durch Faro laufen und bei der Besichtigung der Stadt nach Störchen Ausschau […]

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